التوقف عن العلاج (من وجهة نظر الطفل)
Von einem Therapieabbruch aus Kindperspektive spricht man, wenn ein Kind oder Jugendlicher eine laufende psychotherapeutische Behandlung vorzeitig beendet. Häufige Gründe sind Überforderung, eine fehlende Passung zur Therapeutin oder erste Erfolge, die die Therapie plötzlich unnötig erscheinen lassen. Das kommt öfter vor, als viele Eltern denken, und ist kein Versagen.
التعريف
Therapieabbruch: wenn das Kind die Therapie nicht mehr mitmacht
Viele Eltern kennen das. Das Kind geht seit Wochen oder Monaten zur Therapie, und auf einmal will es nicht mehr hin. Vielleicht weint es vor jeder Stunde, sagt „Das bringt doch nichts", oder es sitzt zwar im Raum, macht aber nicht mehr mit. Manchmal passiert der Abbruch schleichend, manchmal von heute auf morgen.
Fachlich heißt das ein Therapieabbruch aus der Kindperspektive. In Familien mit einem belasteten Kind kommt er deutlich häufiger vor als gedacht. Viele Eltern fühlen sich dann hilflos oder schuldig. Dazu kommt oft die Angst, dass „alles umsonst war".
Warum brechen Kinder und Jugendliche Therapien ab?
Die Gründe sind sehr unterschiedlich. Die meisten haben nichts damit zu tun, dass Sie als Eltern etwas falsch gemacht hätten:
- Überforderung: Therapeutische Arbeit heißt, schwierige Gefühle anzuschauen. Gerade am Anfang kann sich das für ein Kind wie eine Zumutung anfühlen.
- Fehlende Passung: Nicht jede Therapeutin und nicht jeder Therapeut passt zu jedem Kind. Manchmal braucht es einen zweiten Anlauf mit jemand anderem, bis Vertrauen wachsen kann.
- „Es geht mir ja jetzt besser": Sobald erste Verbesserungen spürbar sind, fühlt sich die Therapie auf einmal unnötig an. Ausgerechnet an diesem Punkt brechen viele ab.
- Scham oder Stigma: Gerade ältere Kinder und Jugendliche schämen sich manchmal dafür, in Therapie zu sein. Vor Freunden, in der Schule oder auch vor sich selbst.
- Erschöpfung: Nach einem vollen Schultag, langen Wartezeiten und Spannungen zu Hause fehlt manchmal schlicht die Kraft für die Therapiestunde.
- Unverstandene Therapieform: Ein Kind versteht nicht, warum es immer wieder das Gleiche erzählen soll, oder findet die Methode langweilig und sinnlos.
Was bedeutet ein Abbruch, und was nicht?
Ein Therapieabbruch bedeutet nicht, dass Ihrem Kind nicht zu helfen ist. Die bisherige Zeit war auch nicht verschwendet. Jede Therapiestunde und jedes Gespräch kann etwas hinterlassen, selbst wenn das Kind das gerade nicht benennen kann.
Manchmal bedeutet er nur: Diese Therapie mit dieser Person passt zu diesem Zeitpunkt gerade nicht. Genau das hilft Ihnen bei der Suche nach etwas Passenderem.
Was können Eltern jetzt tun?
- Nicht sofort Druck machen: Ein erzwungener Therapiebesuch bringt selten echten Fortschritt. Auf Dauer kann er das Kind sogar noch mehr verschließen.
- Nachfragen ohne Verhör: „Was war das Schwerste daran?" öffnet oft mehr als „Warum willst du nicht mehr?"
- Mit dem Therapeuten oder der Therapeutin sprechen: Manchmal lässt sich das Setting anpassen, etwa mit selteneren Terminen, einem anderen Format oder einem anderen Ort.
- Eine Pause akzeptieren: Eine Pause muss keine Niederlage sein. Viele Kinder sind einige Monate später deutlich aufgeschlossener.
- Neu suchen, wenn nötig: Vielleicht passt eine andere Therapeutin besser, vielleicht auch ein anderer Ansatz wie Verhaltenstherapie, DBT oder ein familienbasiertes Modell wie der Maudsley Approach.
Wann gehört der Abbruch in fachliche Hände?
Wenn das Kind sich selbst gefährdet, sich stark zurückzieht oder die Symptome deutlich zunehmen, besprechen Sie den Therapieabbruch bitte unbedingt mit einer Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) oder einem approbierten Psychotherapeuten. Das kann nur dort fachlich eingeschätzt werden.
Ein möglicher nächster Schritt
Vielleicht stecken Sie gerade mittendrin und wissen nicht, wie Sie mit Ihrem Kind über den Abbruch sprechen sollen. In dieser Situation kann ein Elterncoaching Sie unterstützen. Es ersetzt keine Therapie. Sie bekommen dort als Elternteil einen ruhigen Ort, von dem aus Sie wieder handlungsfähig werden.
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Elterntraining (Parent Training)
Ein Elterntraining ist ein strukturiertes Programm, das Eltern konkrete Strategien für den Umgang mit schwierigem Verhalten ihres Kindes vermittelt, besonders bei ADHS und Verhaltensauffälligkeiten.
EsststörungenMaudsley Approach (Familienbasierte Therapie)
Siehe Familienbasierte Therapie
EsststörungenVerhaltenstherapie (Behavior Therapy)
Verhaltenstherapie ist eines der vier von den Krankenkassen bezahlten Psychotherapie-Verfahren. Sie geht davon aus, dass Verhalten gelernt wird und sich wieder verändern lässt, und bezieht Eltern bei Kindern eng ein.