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Utanç (Ebeveyn Utancı)

Elternscham ist das schmerzhafte Gefühl, als Mutter oder Vater „nicht gut genug" zu sein. Ausgelöst wird sie oft durch Vergleiche, kritische Blicke oder eigene hohe Ansprüche. Sie unterscheidet sich von Schuld und kann Eltern im Alltag stark belasten.

Tanım

Elternscham: wenn das Gefühl kommt „Ich bin falsch als Elternteil"

Scham gehört zu den intensivsten menschlichen Gefühlen. Eltern kennen sie oft besonders gut. In der Kita, im Supermarkt oder abends beim Gedanken an den Tag: Elternscham taucht auf, wenn wir das Gefühl haben, als Person zu versagen. Das Gefühl bezieht sich dann selten auf einen einzelnen Moment. Es trifft die ganze Rolle als Mutter oder Vater.

Was ist Scham, und was ist sie nicht?

Viele verwechseln Scham mit Schuld. Dabei meinen die beiden Gefühle Verschiedenes:

  • Schuld sagt: „Ich habe etwas Falsches getan." (Ich habe heute zu laut geschrien.)
  • Scham sagt: „Ich bin falsch." (Ich bin eine schlechte Mutter. Ich bin überfordert, ich tauge nicht dazu.)

Schuld kann uns anspornen, etwas zu verändern. Scham dagegen lähmt. Sie zieht uns nach innen und flüstert uns ein, dass wir uns am besten verstecken sollten.

Woher kommt Elternscham?

Elternscham hat viele Auslöser. Häufige Beispiele aus dem Alltag:

  • Das Kind dreht im Supermarkt komplett durch, und ringsum schauen Menschen zu.
  • Eine andere Mutter erzählt, wie entspannt ihr Familienurlaub war. Ihrer war das Chaos.
  • Sie haben die Geduld verloren und Ihr Kind angeschrien, und jetzt schämen Sie sich dafür.
  • Ihr Kind hat Probleme in der Schule oder verhält sich anders als erwartet, und Sie glauben, die anderen denken, es liegt an Ihnen.
  • Sie brauchen Unterstützung und trauen sich nicht, sie zu holen, weil sich das wie „Versagen" anfühlt.

Oft stecken dahinter sehr hohe, verinnerlichte Ansprüche. Manche stammen aus der eigenen Kindheit, andere aus gesellschaftlichen Bildern von der „perfekten Familie".

Was Scham mit uns macht

Scham fühlt sich unangenehm an, und genau deshalb versuchen wir, ihr auszuweichen. Das kann dazu führen, dass wir:

  • uns zurückziehen und Situationen meiden, in denen wir „auffallen" könnten,
  • uns überanpassen und immer noch perfekter, noch kontrollierter werden wollen,
  • andere kritisieren, damit wir selbst aus der Schusslinie kommen,
  • oder uns selbst bestrafen, weil Scham irgendwo raus muss.

Keins davon hilft auf Dauer. Schwach ist deswegen trotzdem niemand. Solche Reaktionen sind sehr menschlich, weil das Gefühl so schwer auszuhalten ist.

Elternscham beweist nicht, dass Sie schlechte Eltern sind

Das klingt vielleicht nach leerem Trost. Es steckt aber mehr dahinter. Scham tritt fast immer dort auf, wo uns etwas wirklich am Herzen liegt. Eltern, denen egal wäre, wie es ihren Kindern geht, würden sich gar nicht schämen. Das Gefühl zeigt also, dass Sie sich etwas wünschen, für sich und Ihre Familie.

Das heißt nicht, dass alles gut ist, wie es ist. Aber kaputt sind Sie deshalb nicht. Sie stecken in einer anspruchsvollen Rolle, mehr nicht.

Was kann helfen?

Scham verliert vor allem dann ihre Kraft, wenn sie ausgesprochen werden darf, in einem sicheren Rahmen und ohne Bewertung. Einige erste Schritte:

  • Benennen statt verdrängen: „Ich schäme mich gerade" ist schon ein mutiger, hilfreicher Satz.
  • Unterscheiden: Geht es wirklich darum, dass Sie als Person falsch sind? Oder haben Sie in einer Situation etwas getan, das Sie ändern möchten?
  • Mit jemandem sprechen, dem Sie vertrauen oder der professionell begleiten kann.

Im Rückenwind-Coaching darf Elternscham Platz haben, ohne Bewertung und ohne erhobenen Zeigefinger. Gemeinsam schauen wir, woher Ihr innerer Kritiker kommt und wie Sie einen freundlicheren Blick auf sich als Elternteil entwickeln können.

Ein Hinweis: Wenn Scham sehr tief sitzt, dauerhaft belastet oder mit starken Ängsten, Rückzug oder depressiven Gefühlen verbunden ist, lohnt es sich, das mit einer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, einem Psychotherapeuten oder einer Fachstelle abzuklären. Coaching ersetzt das nicht. Es kann aber ein guter erster Schritt sein, um überhaupt wieder einen Zugang zu sich selbst zu finden.

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