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Traspaso a personal especializado (aprender a delegar)

„Übergabe an Fachkräfte" beschreibt den Moment, in dem Eltern ihr Kind bewusst in die Hände von Therapeut:innen, Ärzt:innen oder anderen Fachkräften geben. Loslassen gehört dazu. Und zwar ohne das Gefühl, damit versagt zu haben.

Definición

Übergabe an Fachkräfte: Was bedeutet das für Eltern?

Wenn ein Kind Unterstützung durch eine Fachkraft bekommt, zum Beispiel eine Kinder- und Jugendpsychotherapie, eine Ergotherapie oder eine psychiatrische Abklärung, erleben viele Eltern einen inneren Konflikt: Ich gebe mein Kind ab. Bin ich dann noch gefragt? Habe ich versagt, weil ich es nicht alleine hinbekommen habe?

Diese Gefühle sind zutiefst menschlich. Trotzdem steckt darin ein Missverständnis. Wer sein Kind an eine Fachkraft übergibt, zieht sich damit ja nicht aus der Elternrolle zurück. Die Übergabe ist ein aktiver Schritt für das Kind, und oft ein sehr mutiger.

Was bedeutet „Loslassen" hier wirklich?

Loslassen heißt in diesem Zusammenhang nicht, das Kind alleinzulassen oder die Verantwortung abzugeben. Gemeint ist etwas anderes:

  • Dem Kind zuzutrauen, mit einer anderen Fachkraft eine eigene, hilfreiche Beziehung aufzubauen.
  • Zu akzeptieren, dass manche Themen in einem geschützten Rahmen besser bearbeitet werden können, auch ohne Eltern im Raum.
  • Die eigene Hilflosigkeit auszuhalten, ohne sofort einzugreifen.
  • Vertrauen in den Prozess zu entwickeln, auch wenn man nicht alles sieht oder weiß.

Warum fällt das Loslassen so schwer?

Viele Eltern tragen seit Monaten oder Jahren eine große innere Last. Sie haben beobachtet, gezweifelt, gekämpft und sich gesorgt. Die Übergabe an eine Fachkraft kann sich dann wie Kontrollverlust anfühlen. Dabei darf sie eine Entlastung sein.

Hinzu kommt: Manche Eltern haben das Gefühl, sie müssten alles wissen, was in der Therapie passiert. Dabei gehört die Vertraulichkeit zwischen Therapeut:in und Kind zu dem Schutzraum, der Therapie überhaupt erst wirksam macht.

Was bleibt die Aufgabe der Eltern?

Auch wenn das Kind in professioneller Begleitung ist, bleiben Eltern unverzichtbar. Ihre Rolle verändert sich nur:

  • Stabilität im Alltag geben: verlässliche Abläufe, ruhige Momente am Küchentisch oder vor dem Schlafengehen, ein offenes Ohr.
  • Brücken bauen: Was das Kind in der Therapie lernt, braucht zu Hause Raum zum Üben.
  • Sich selbst nicht vergessen: Erschöpfte Eltern können weniger geben. Auch die eigene Begleitung, etwa durch Coaching, kann ein Baustein sein, der viel trägt.
  • Den Prozess begleiten, nicht kontrollieren: Nachfragen ist in Ordnung. Die Fachkraft braucht aber auch Ihr Vertrauen.

Was ist der Unterschied zu Coaching und Therapie?

Eine Kinder- und Jugendpsychotherapie oder psychiatrische Abklärung kann und darf nur durch approbierte Fachkräfte erfolgen. Diagnosen stellen, Therapien durchführen und psychische Störungen behandeln: Das ist ausschließlich Aufgabe von approbierten Therapeut:innen und Ärzt:innen.

Im Coaching bei Rückenwind-Eltern geht es um Sie als Elternteil. Sie bekommen Begleitung im Umgang mit der Situation, sortieren Ihre Gedanken und Gefühle und finden Ihre Rolle neben der Fachkraft. Auch das Loslassen lässt sich dort Schritt für Schritt lernen.

Ein erster Schritt

Vielleicht stehen Sie gerade an dem Punkt, Ihr Kind an Fachkräfte zu übergeben. Oder Sie sind schon mittendrin und merken, dass Sie das innerlich beschäftigt. Dann ist das ein guter Moment, sich selbst Unterstützung zu holen. Sie müssen das nicht alleine durcharbeiten.

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