Nahrungsverweigerung im Kleinkindalt (ohne Diagnose)
Nahrungsverweigerung im Kleinkindalter bedeutet: Ein Kind unter 6 Jahren isst sehr wenig oder lehnt bestimmte, manchmal fast alle Speisen ab. Das passiert regelmäßig und geht über einzelne schlechte Tage hinaus. Für Eltern ist das oft sehr belastend und wirft viele Fragen auf.
Definition
Nahrungsverweigerung im Kleinkindalter: Was steckt dahinter?
Viele Eltern kennen das: Das Kind dreht den Kopf weg, schließt den Mund, spuckt alles aus oder weint schon beim Anblick des Essenstellers. Manchmal wirkt es, als wolle das Kind gar nichts mehr essen. Und das seit Wochen oder Monaten, nicht erst seit heute.
Das zehrt an den Nerven und macht Sorgen. In vielen Familien fühlt sich irgendwann jede Mahlzeit wie ein kleiner Kampf an. Sie sind damit nicht allein.
Was meint „Nahrungsverweigerung" genau?
Von Nahrungsverweigerung spricht man, wenn ein Kleinkind (ungefähr zwischen 6 Monaten und 6 Jahren) dauerhaft und deutlich weniger isst, als es für sein Wachstum und seine Energie bräuchte. Dazu zählt auch, dass ein Kind bestimmte Lebensmittel, Texturen oder Situationen rund ums Essen konsequent ablehnt. Das geht über das normale „Phasen-Mäkeln" vieler Kleinkinder hinaus.
Mögliche Zeichen können sein:
- Das Kind weigert sich bei fast jeder Mahlzeit zu essen
- Mahlzeiten dauern sehr lange und enden oft im Stress
- Das Kind akzeptiert nur sehr wenige, bestimmte Lebensmittel
- Es zeigt starke Reaktionen (Weinen, Würgen, Erbrechen) beim Anblick oder Geruch von Essen
- Das Gewicht oder die Entwicklung des Kindes bereitet dem Kinderarzt Sorgen
Warum passiert das?
Die Gründe sind sehr verschieden, oft wirken mehrere Dinge zusammen. Bei manchen Kindern steckt eine erhöhte sensorische Empfindlichkeit dahinter: Bestimmte Texturen oder Gerüche fühlen sich für sie unangenehm an. Andere Kinder haben beim Essen etwas Schlimmes erlebt, etwa Würgen oder Schmerzen, und verbinden Essen seitdem mit diesem Gefühl. Es kann auch schlicht eine Phase der Autonomieentwicklung sein, also der typische Trotz rund um das zweite Lebensjahr.
Eines vorweg: Sie machen als Elternteil nichts falsch, wenn Ihr Kind nicht essen will. Nahrungsverweigerung ist kein Zeichen schlechter Erziehung.
Was ist der Unterschied zu einer Diagnose?
In der Medizin gibt es Diagnosen wie die sogenannte „Fütter- und Essstörung im Kindesalter" (im ICD-10 unter F98.2 erfasst). Ob eine solche Diagnose zutrifft, kann nur eine Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP), eine Kinderpsychotherapie oder ein spezialisiertes Kinderzentrum feststellen, und zwar nach einer gründlichen Untersuchung. Das ist kein Bereich für Coaching.
Im Coaching geht es darum, den Alltag rund ums Essen zu entlasten. Gemeinsam schauen wir, was die Mahlzeiten bei Ihnen so schwer macht, und suchen Wege, wie Sie ruhiger und sicherer durch diese Situationen kommen.
Was können Sie jetzt tun?
Ein guter erster Schritt ist immer: Mit dem Kinderarzt sprechen, damit körperliche Ursachen ausgeschlossen werden können. Belastet Sie das Thema täglich oder sind Mahlzeiten bei Ihnen zum echten Stressfaktor geworden, kann eine begleitende Beratung sinnvoll sein.
Im Rückenwind-Coaching schauen wir gemeinsam, was hinter dem Essverhalten Ihres Kindes stecken könnte und wie Ihre Familie wieder entspanntere Mahlzeiten erlebt. Ohne Druck und ohne Beschämung.
Willst du das mit jemandem besprechen?
Im kostenlosen Erstgespräch schaut Nike mit dir persönlich auf eure Situation — ohne Druck, ohne Verpflichtung.
Kostenloses Erstgespräch