Essstörungen – Seite 2
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Psychogene Appetitlosigkeit
Bei psychogener Appetitlosigkeit verliert ein Kind den Appetit, weil es seelisch belastet ist, etwa durch Stress, Kummer oder Angst. Anders als bei Magersucht steckt keine Angst vor Gewichtszunahme und kein gestörtes Körperbild dahinter.
R63.0 (ICD-10-CM)
Diagnosecode für "Anorexia" (Appetitlosigkeit als Symptom)
Restricting Type (Anorexia Nervosa)
Siehe Anorexia Nervosa, Restricting Type
Rumination Disorder (Rumination)
Bei der Ruminationsstörung würgt ein Kind schon geschluckte Nahrung immer wieder mühelos hoch, kaut sie erneut und schluckt sie herunter oder spuckt sie aus, ohne dass eine körperliche Erkrankung dahintersteckt.
Schub (bei Essstörung)
Ein Schub ist eine vorübergehende Verschlechterung der Symptome nach einer stabileren Phase. Er gehört zum wellenförmigen Verlauf psychischer Erkrankungen und bedeutet keinen verlorenen Fortschritt.
Stress
Stress ist die körperliche Alarmreaktion auf Belastung. Kurzer Stress ist harmlos, anhaltender belastet Schlaf, Konzentration und Gesundheit von Kindern.
Trigger
Ein Trigger ist ein Reiz, der bei einem Kind eine starke, oft überschießende Reaktion oder ein Symptom auslöst. Eltern können solche Auslöser erkennen und begleiten, ohne das Kind vor jedem Reiz abzuschirmen.
Verhaltenstherapie (Behavior Therapy)
Verhaltenstherapie ist eines der vier von den Krankenkassen bezahlten Psychotherapie-Verfahren. Sie geht davon aus, dass Verhalten gelernt wird und sich wieder verändern lässt, und bezieht Eltern bei Kindern eng ein.
Verzweiflung
Verzweiflung beschreibt bei Eltern das Gefühl, in der Begleitung eines kranken Kindes mit den eigenen Kräften am Ende zu sein. Hält sie an, ist sie ein Grund, selbst Hilfe zu holen.
Vomiting associated with other psychological disturbances
ICD-10-Code für Erbrechen im Zusammenhang mit anderen psychischen Störungen (nicht Bulimie)
Willensstark
Wenn Eltern ihr Kind mit Magersucht als besonders „willensstark" und diszipliniert erleben, steckt oft die Erkrankung selbst dahinter. Eiserne Kontrolle über Essen und Körper kann ein frühes Warnzeichen sein.
Überfordert
„Überfordert“ beschreibt aus Elternsicht den Punkt, an dem die Anforderungen dauerhaft größer sind als die eigene Kraft. Hält dieser Zustand an, lohnt ein genauer Blick und rechtzeitige Entlastung.