Kategorie

Essstörungen

62 Begriffe · Seite 1 von 2

ACT (Akzeptanz- und Commitment-Therapie)

Verhaltenstherapeutischer Ansatz, der Akzeptanz von Unvermeidbarem und werteorientiertes Handeln fördert

Achtsamkeit (Mindfulness)

Achtsamkeit heißt, die Aufmerksamkeit bewusst auf den gegenwärtigen Moment zu richten und das Erlebte wahrzunehmen, ohne es sofort zu bewerten. Für gestresste Eltern ist sie eine erlernbare Fähigkeit, die den Alltag etwas ruhiger machen kann.

Achtsamkeit MBSR Stress +3

Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT)

Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) ist eine moderne Form der Verhaltenstherapie. Sie hilft, belastende Gefühle anzunehmen und das eigene Handeln an persönlichen Werten auszurichten, statt gegen schwierige Gedanken anzukämpfen.

ACT Verhaltenstherapie Achtsamkeit +2

Anorexia (Symptom)

Appetitlosigkeit als Symptom, nicht die spezifische Diagnose Anorexia Nervosa

Anorexia Nervosa (Magersucht)

Anorexia nervosa ist der medizinische Fachbegriff für die Essstörung, die im Alltag Magersucht heißt. Kennzeichnend sind selbst herbeigeführtes Untergewicht, große Angst vor Gewichtszunahme und eine verzerrte Wahrnehmung des eigenen Körpers.

Anorexia nervosa Magersucht Essstörung +3

Anorexia Nervosa, Binge-Eating/Purging Type

Subtyp der Anorexia Nervosa, bei dem neben restriktivem Essverhalten auch Essanfälle und/oder selbstinduziertes Erbrechen oder andere kompensatorische Verhaltensweisen auftreten

Anorexia Nervosa, Restricting Type

Subtyp der Anorexia Nervosa, bei dem das Untergewicht primär durch Hungern, Diäten oder exzessiven Sport erreicht wird, ohne regelmäßige Essanfälle oder Purging-Verhalten

Anorexia Nervosa, Unspecified

Diagnose, wenn die Kriterien für Anorexia Nervosa erfüllt sind, aber der Subtyp nicht spezifiziert ist

Anstrengung

Anstrengung gehört zum Familienalltag. Problematisch wird sie, wenn sie nie aufhört und in chronische Überlastung kippt. Der Beitrag zeigt den Unterschied und wie Eltern Kräfte einteilen.

Anstrengung Überlastung Erschöpfung +2

Atypical Anorexia Nervosa

Essstörung mit Merkmalen der Anorexia Nervosa, bei der jedoch trotz signifikantem Gewichtsverlust das Gewicht im Normalbereich oder darüber liegt

Atypical Bulimia Nervosa

Essstörung mit Merkmalen der Bulimia Nervosa, bei der jedoch nicht alle diagnostischen Kriterien (z.B. Häufigkeit der Essanfälle/Purging) erfüllt sind

Auffällig

„Auffällig" beschreibt ein Kind, dessen Verhalten oder Entwicklung jemandem als von der Erwartung abweichend aufgefallen ist. Das Wort ist eine Beobachtung von außen und keine Diagnose.

auffällig kindliche Entwicklung Verhalten +2

Avoidant/Restrictive Food Intake Disorder (ARFID)

Essstörung gekennzeichnet durch eine vermeidende oder restriktive Nahrungsaufnahme, die zu Gewichtsverlust, Nährstoffmangel oder Abhängigkeit von Sondennahrung führt, ohne die Angst vor Gewichtszunahme oder Körperbildstörung der Anorexie

Behavior Therapy (Verhaltenstherapie)

Therapieansatz, der auf der Lerntheorie basiert und darauf abzielt, problematisches Verhalten durch systematische Trainings und Anpassung von Umweltbedingungen zu verändern

Bewältigungsstrategien (Coping)

Bewältigungsstrategien (Coping) sind die Wege, mit denen ein Mensch mit Belastung umgeht. Manche entlasten dauerhaft, andere verschaffen nur kurz Ruhe.

Coping Bewältigungsstrategien Stressbewältigung +2

Binge-Eating-Störung

Die Binge-Eating-Störung ist eine Essstörung mit wiederkehrenden Essanfällen, bei denen Betroffene große Mengen essen und die Kontrolle verlieren. Anders als bei der Bulimie folgen keine Gegenmaßnahmen wie Erbrechen.

Binge-Eating-Störung Essstörung Essanfälle +3

Binge-Eating/Purging Type (Anorexia Nervosa)

Siehe Anorexia Nervosa, Binge-Eating/Purging Type

Bremse ziehen

„Die Bremse ziehen" heißt, im Alltag bewusst das Tempo zu drosseln, Pausen einzuplanen und Aufgaben zu reduzieren, bevor die Überlastung den Körper zwingt.

Bremse ziehen Tempo drosseln Pausen +3

Bulimia Nervosa (Ess-Brech-Sucht)

Bulimia nervosa (Bulimie, Ess-Brech-Sucht) ist eine Essstörung mit wiederkehrenden Essanfällen und anschließendem Gegensteuern, meist durch Erbrechen. Das Gewicht ist oft normal, deshalb bleibt sie lange unbemerkt.

Bulimie Essstörung Ess-Brech-Sucht +2

CBT (Kognitive Verhaltenstherapie)

Siehe Kognitive Verhaltenstherapie

Coping (Bewältigungsstrategien)

Siehe Bewältigungsstrategien

DBT (Dialektisch-Behaviorale Therapie)

Siehe Dialektisch-Behaviorale Therapie

Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT)

Therapieform, die Elemente der KVT mit Achtsamkeit und dialektischen Strategien kombiniert; ursprünglich für Borderline-Störungen entwickelt, auch bei Essstörungen und Emotionsregulationsproblemen eingesetzt

Diszipliniert

"Sehr diszipliniert" klingt nach einer Stärke. Bei einer Essstörung kann dahinter ein starres Kontrollverhalten rund um Essen, Gewicht und Körper stehen, das keine Ausnahme mehr zulässt.

Essstörung Kontrollverhalten Magersucht +2

Eating Disorder (Essstörung)

Oberbegriff für psychische Störungen, die durch ein gestörtes Essverhalten und eine übermäßige Beschäftigung mit Essen, Gewicht und Figur gekennzeichnet sind

Emotionsregulation

Emotionsregulation ist die Fähigkeit, Gefühle wahrzunehmen, zu benennen und ihre Stärke und Dauer zu steuern. Kinder lernen sie über Jahre, am Anfang mit Hilfe der Eltern.

Emotionsregulation ADHS Co-Regulation +3

Entlastung

Entlastung bedeutet, dass Sie als Elternteil Aufgaben abgeben und feste Zeitfenster gewinnen, in denen andere zuständig sind. Dafür gibt es praktische Angebote und gesetzliche Leistungen.

Entlastung pflegende Eltern Familienpflege +3

Ess-Brech-Sucht (Bulimia Nervosa)

Siehe Bulimia Nervosa

Essstörung (Eating Disorder)

Eine Essstörung ist eine psychische Erkrankung, bei der das Essen und der eigene Körper das Denken beherrschen. Zu den häufigsten Formen zählen Magersucht, Bulimie und die Binge-Eating-Störung.

Essstörung Magersucht Bulimie +3

F50 (ICD-10)

Diagnosecode-Gruppe für Essstörungen

FBT (Familienbasierte Therapie)

Siehe Familienbasierte Therapie

Familienbasierte Therapie (FBT) / Maudsley Approach

Die familienbasierte Therapie (FBT), auch Maudsley-Ansatz genannt, ist eine ambulante Familientherapie bei Essstörungen im Jugendalter. Die Eltern übernehmen dabei eine aktive Rolle bei der Wiederernährung ihres Kindes.

FBT Maudsley Familientherapie +3

Feeding Disorder of Infancy and Childhood

Diagnose für Fütter- und Essstörungen im Säuglings- und Kindesalter (z.B. Rumination)

IPT (Interpersonelle Psychotherapie)

Siehe Interpersonelle Psychotherapie

Interpersonelle Psychotherapie (IPT)

Die Interpersonelle Psychotherapie (IPT) ist ein zeitlich begrenztes Verfahren, das bei Depression an zwischenmenschlichen Belastungen ansetzt: Rollenwechsel, Konflikte, Verlust und Einsamkeit. Für Jugendliche gibt es eine angepasste Form (IPT-A).

IPT Psychotherapie Depression +3

KVT (Kognitive Verhaltenstherapie)

KVT ist die Abkürzung für Kognitive Verhaltenstherapie, ein anerkanntes Psychotherapieverfahren. Auf Diagnosebriefen und Kassenformularen steht oft nur das Kürzel.

KVT Abkürzung Kognitive Verhaltenstherapie +2

Kognitive Verhaltenstherapie (KVT / CBT)

Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) hilft Kindern und Jugendlichen, belastende Gedanken und Verhaltensmuster zu verändern. Bei Angst, Depression und Zwängen zählt sie zu den am besten untersuchten Behandlungen.

KVT Verhaltenstherapie Psychotherapie +2

Kontrolle (über Essen/Körper)

Bei Essstörungen wird das Steuern von Essen, Gewicht und Körper zu einem Weg, sich sicher zu fühlen. Für Eltern hilft es zu verstehen, warum das Loslassen dem Kind so schwerfällt.

Kontrolle Essstörung Magersucht +3

Krankheit nicht einsehen (Krankheitsuneinsichtigkeit)

Wenn ein Kind mit Essstörung, Psychose oder schwerer psychischer Erkrankung sich selbst nicht als krank erlebt, ist das meist Teil der Erkrankung (Anosognosie) und kein Trotz. Eltern erfahren hier, wie sie trotzdem Zugang und Behandlung erreichen.

Anosognosie Krankheitseinsicht Magersucht +3

Leistungsfähiger mit weniger Gewicht

Der Glaube, mit weniger Gewicht mehr zu leisten, ist im Sport verbreitet und bei Essstörungen gefährlich. Kurzfristig kann ein Hoch entstehen, mittelfristig schadet der Energiemangel Muskeln, Knochen, Herz, Zyklus und Konzentration.

Essstörung Leistungssport RED-S +3

Licht am Ende des Tunnels

Redewendung für die Hoffnung am Ende einer langen Krankheitsphase. Bei Essstörungen ist Genesung häufig, verläuft aber selten geradlinig und braucht meist Jahre.

Hoffnung Genesung Essstörung +3

Magersucht (Anorexia Nervosa)

Magersucht (Anorexia nervosa) ist eine ernste Essstörung mit starker Angst vor Gewichtszunahme und gefährlichem Untergewicht. So erkennen und begleiten Eltern ihr Kind.

Magersucht Anorexia nervosa Essstörungen +3

Maudsley Approach (Familienbasierte Therapie)

Siehe Familienbasierte Therapie

Mindfulness (Achtsamkeit)

Siehe Achtsamkeit

Odyssee bis zur Diagnose

Als Odyssee bis zur Diagnose bezeichnen viele Familien den langen Weg über mehrere Anlaufstellen, Wartezeiten und Fehldeutungen, bis feststeht, was ihr Kind hat. Der Beitrag zeigt, warum das bei seelischen Themen häufig passiert und wie Eltern den Prozess ordnen.

Diagnose Wartezeit Anlaufstellen +3

Overeating associated with other psychological disturbances

ICD-10-Code für übermäßiges Essen im Zusammenhang mit anderen psychischen Störungen (nicht Binge-Eating-Störung)

Pica

Pica ist eine Essstörung, bei der ein Kind wiederholt nicht-essbare Dinge wie Erde, Kreide oder Papier isst. Dieser Beitrag erklärt Eltern Anzeichen, Ursachen und wann Hilfe nötig ist.

Pica Essstörung Kinder +2

Psychische Gesundheit

Psychische Gesundheit beschreibt seelisches Wohlbefinden: Ein Kind kommt mit Belastungen zurecht, gestaltet Beziehungen und entwickelt sich altersgemäß. Dieser Beitrag erklärt Schutzfaktoren, was Familien im Alltag stärkt und wann fachliche Hilfe nötig wird.

psychische Gesundheit Resilienz Schutzfaktoren +3

Psychische Probleme

Sammelbegriff für seelische Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen, von vorübergehenden Belastungen bis zu behandlungsbedürftigen Störungen wie Angst, Depression, ADHS oder Essstörungen.

psychische Auffälligkeiten Kinder Jugendliche +3

Psychoedukation

Psychoedukation heißt, verständliches Wissen über eine psychische Erkrankung und ihre Behandlung zu vermitteln. Sie ist ein eigenständiger und zugleich begleitender Baustein fast jeder Therapie.

Psychoedukation Therapie Aufklärung +2