Kinder und Jugendliche
9 Begriffe
Akute Belastungsreaktion
Die akute Belastungsreaktion (F43.0) ist eine kurze, heftige seelische und körperliche Antwort auf ein sehr belastendes Ereignis. Sie beginnt sofort und klingt meist innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen wieder ab.
Depressive Episode
diagnoseEine depressive Episode ist ein Zeitraum von mindestens zwei Wochen mit gedrückter Stimmung, Antriebs- und Interessenverlust. Bei Kindern und Jugendlichen zeigt sie sich oft anders als bei Erwachsenen, etwa durch Reizbarkeit, Rückzug oder körperliche Beschwerden.
Diagnose-Unklarheit
DiagnoseDiagnose-Unklarheit beschreibt die Situation, wenn Eltern oder Fachleute noch nicht genau wissen, welche Diagnose zu einem Kind oder Jugendlichen passt, oder ob überhaupt eine gestellt werden sollte. Das kommt häufiger vor als viele denken und gehört oft ganz normal zum Abklärungsprozess.
Generalisierte Angststörung
diagnoseBei der Generalisierten Angststörung (F41.1) sorgen sich Kinder anhaltend und übertrieben über viele Lebensbereiche. Oft zeigt sich das zuerst körperlich, etwa durch Bauchweh, Unruhe und Schlafprobleme.
Kognitive Verhaltenstherapie (KVT / CBT)
EsststörungenDie kognitive Verhaltenstherapie (KVT) hilft Kindern und Jugendlichen, belastende Gedanken und Verhaltensmuster zu verändern. Bei Angst, Depression und Zwängen zählt sie zu den am besten untersuchten Behandlungen.
Panikstörung
diagnoseEine Panikstörung (ICD-10 F41.0) bedeutet wiederkehrende, plötzliche Panikattacken mit starken körperlichen Symptomen. Bei Kindern und Jugendlichen kommt oft die Angst vor der nächsten Attacke hinzu.
Psychodynamische Therapie
TherapieDie psychodynamische Therapie (auch tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) ist eines der von den Krankenkassen anerkannten Richtlinienverfahren in Deutschland. Sie geht davon aus, dass hinter seelischen Beschwerden unbewusste Konflikte und prägende Beziehungserfahrungen stehen.
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
TherapieDie tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP) ist eines der von den Krankenkassen bezahlten Richtlinienverfahren. Sie geht davon aus, dass hinter den Beschwerden eines Kindes unbewusste seelische Konflikte stehen, und arbeitet fokussiert an dem Konflikt, der gerade am meisten belastet.
Verhaltenstherapie (Behavior Therapy)
EsststörungenVerhaltenstherapie ist eines der vier von den Krankenkassen bezahlten Psychotherapie-Verfahren. Sie geht davon aus, dass Verhalten gelernt wird und sich wieder verändern lässt, und bezieht Eltern bei Kindern eng ein.