Selbstfürsorge
21 Begriffe
Achtsamkeit (Mindfulness)
EsststörungenAchtsamkeit heißt, die Aufmerksamkeit bewusst auf den gegenwärtigen Moment zu richten und das Erlebte wahrzunehmen, ohne es sofort zu bewerten. Für gestresste Eltern ist sie eine erlernbare Fähigkeit, die den Alltag etwas ruhiger machen kann.
Ausgelaugt
BurnoutAusgelaugt beschreibt das Gefühl, körperlich und seelisch leer und kraftlos zu sein. Meist entsteht es aus Dauerbelastung, Schlafmangel und fehlender Erholung.
Bewältigungsstrategien (Coping)
EsststörungenBewältigungsstrategien (Coping) sind die Wege, mit denen ein Mensch mit Belastung umgeht. Manche entlasten dauerhaft, andere verschaffen nur kurz Ruhe.
Bremse ziehen
Esststörungen„Die Bremse ziehen" heißt, im Alltag bewusst das Tempo zu drosseln, Pausen einzuplanen und Aufgaben zu reduzieren, bevor die Überlastung den Körper zwingt.
Burnout
diagnoseBurnout beschreibt eine tiefe Erschöpfung nach langer Überlastung. Bei Eltern entsteht sie oft durch die Dauerbegleitung eines psychisch belasteten Kindes. Der ICD-Schlüssel Z73.0 erfasst diesen Zustand als Belastungsfaktor und gilt nicht als eigenständige Krankheitsdiagnose.
Burnout-Prophylaxe für Eltern (Vorsorge statt Nachsorge)
BurnoutBurnout-Prophylaxe für Eltern bedeutet, der eigenen Erschöpfung vorzubeugen, bevor sie zur Überlastung wird. Frühe Warnzeichen ernst nehmen, Entlastung organisieren und sich selbst nicht als Letztes auf die Liste setzen.
Einsamkeit
BurnoutEinsamkeit ist das belastende Gefühl fehlender Nähe und fehlenden Verständnisses. Eltern eines belasteten Kindes trifft es oft, wenn Sorge und Termine den Alltag füllen und die eigenen Kontakte einschlafen.
Elterliche Identitätskrise (Wer bin ich noch außerhalb der Pflege?)
BurnoutWenn das Leben ganz um die Sorge für ein krankes oder belastetes Kind kreist, verschwinden eigene Rollen, Interessen und das Gefühl fürs eigene Ich. Diese schleichende Selbstauflösung ist eine verständliche Reaktion auf Dauerbelastung.
Elterliche Schonfrist-Falle
BurnoutDie elterliche Schonfrist-Falle beschreibt das Muster, sich immer wieder kurze Verschnaufpausen zu gönnen, etwa ein freies Wochenende oder einen ruhigen Abend, in der Hoffnung, danach wieder zu funktionieren. Bei echtem Eltern-Burnout reichen solche kleinen Erholungsinseln aber nicht mehr aus, um die tiefe Erschöpfung zu beheben. Die Pause fühlt sich gut an. Das eigentliche Problem bleibt trotzdem, wie es war.
Entlastung
EsststörungenEntlastung bedeutet, dass Sie als Elternteil Aufgaben abgeben und feste Zeitfenster gewinnen, in denen andere zuständig sind. Dafür gibt es praktische Angebote und gesetzliche Leistungen.
Erschöpfung (Fatigue)
BurnoutElterliche Erschöpfung meint einen anhaltenden Zustand körperlicher, seelischer und geistiger Leere durch die Dauerbelastung der Elternrolle. Sie geht über normale Müdigkeit hinaus und bessert sich nicht durch eine einzelne Nacht Schlaf.
Fix und fertig
Burnout„Fix und fertig" ist ein Alltagsausdruck für starke Erschöpfung am Ende eines Tages oder einer Phase, die Körper und Psyche zugleich betrifft.
Helfer-Erschöpfung (Caregiver Fatigue)
BurnoutHelfer-Erschöpfung (auch Caregiver Fatigue) beschreibt eine tiefe körperliche und seelische Erschöpfung. Sie entsteht, wenn Eltern oder andere pflegende Personen über lange Zeit viel für andere geben und dabei zu wenig für sich selbst sorgen.
Keinem gerecht werden
Burnout„Keinem gerecht werden" ist das zermürbende Gefühl vieler Eltern, zwischen einem belasteten Kind, Geschwistern, Partnerschaft, Beruf und sich selbst an jeder Stelle zu wenig zu geben.
Körpergewichts-Angst der Eltern (Gewichtsphobie durch Empathie)
EssstörungenWenn das Kind an einer Essstörung erkrankt, entwickeln manche Eltern selbst eine ständige Angst rund um Essen und Gewicht. Der Beitrag zeigt, wie diese Angst entsteht und wie Eltern sie regulieren, um dem Kind Halt zu geben.
Pädagogische Erschöpfung (Wenn Eltern auch Lernbegleiter sein müssen)
BurnoutPädagogische Erschöpfung meint die tiefe Kraftlosigkeit von Eltern, die neben der Elternrolle dauerhaft Lernbegleiter, Förderkraft und Therapie-Co-Trainer sein müssen. Dieser Beitrag zeigt, woran Sie die Überlastung erkennen und wie Sie sich abgrenzen und Verantwortung teilen.
Ressourcenaktivierung
TherapieRessourcenaktivierung heißt, gezielt die vorhandenen Stärken, Fähigkeiten und die Unterstützung eines Menschen zu nutzen, statt nur an den Problemen zu arbeiten. Sie gilt als einer der zentralen Wirkfaktoren erfolgreicher Psychotherapie.
Schlechtes Gewissen
BurnoutDas anhaltende Gefühl vieler Eltern, dem eigenen Kind nicht genug gerecht zu werden oder an dessen Erkrankung schuld zu sein. Meist ist es stärker als die tatsächliche Verantwortung.
Selbstfürsorge (Self-Care)
BurnoutSelbstfürsorge heißt, die eigenen Bedürfnisse nach Ruhe, Schlaf und Kontakt ernst zu nehmen. Für Eltern unter Dauerbelastung ist sie die Grundlage, um über Monate und Jahre belastbar zu bleiben.
Stresstoleranz
BurnoutStresstoleranz ist die Fähigkeit, Belastung auszuhalten, ohne dass Körper und Psyche überlasten. Bei Dauerstress sinkt sie und lässt sich durch Erholung, Ressourcen und Ruhe fürs Nervensystem wieder stärken.
Überfordert
Esststörungen„Überfordert“ beschreibt aus Elternsicht den Punkt, an dem die Anforderungen dauerhaft größer sind als die eigene Kraft. Hält dieser Zustand an, lohnt ein genauer Blick und rechtzeitige Entlastung.