Diagnose
14 Begriffe
Anorexia Nervosa (Magersucht)
EsststörungenAnorexia nervosa ist der medizinische Fachbegriff für die Essstörung, die im Alltag Magersucht heißt. Kennzeichnend sind selbst herbeigeführtes Untergewicht, große Angst vor Gewichtszunahme und eine verzerrte Wahrnehmung des eigenen Körpers.
Anpassungsstörung
BurnoutEine Anpassungsstörung ist eine seelische Reaktion, wenn ein Kind ein einschneidendes Ereignis wie Trennung, Umzug oder Verlust schwer verkraftet. Die Beschwerden belasten stark, sind aber meist zeitlich begrenzt.
Depressive Episode
diagnoseEine depressive Episode ist ein Zeitraum von mindestens zwei Wochen mit gedrückter Stimmung, Antriebs- und Interessenverlust. Bei Kindern und Jugendlichen zeigt sie sich oft anders als bei Erwachsenen, etwa durch Reizbarkeit, Rückzug oder körperliche Beschwerden.
Diagnose-Entlastung (Wenn eine Diagnose Erleichterung bringt)
DiagnoseViele Eltern spüren Erleichterung, wenn die Beschwerden ihres Kindes endlich einen Namen bekommen. Diese Diagnose-Entlastung ist eine häufige und gesunde Reaktion, die auch ambivalent sein darf.
Diagnose-Trauerarbeit (Der lange Weg zur Akzeptanz)
DiagnoseNach der Diagnose eines Kindes trauern viele Eltern um Erwartungen und Vorstellungen, die sie loslassen müssen. Diese Trauer gehört zur Verarbeitung und darf da sein.
Diagnose-Uneinigkeit (Wenn Elternteile unterschiedlich auf die Diagnose reagieren)
DiagnoseDiagnose-Uneinigkeit beschreibt den Zustand, in dem zwei Elternteile dieselbe Diagnose ihres Kindes verschieden schnell und verschieden tief akzeptieren. Das belastet die Partnerschaft und erschwert eine gemeinsame Linie fürs Kind.
Diagnose-Unklarheit
DiagnoseDiagnose-Unklarheit beschreibt die Situation, wenn Eltern oder Fachleute noch nicht genau wissen, welche Diagnose zu einem Kind oder Jugendlichen passt, oder ob überhaupt eine gestellt werden sollte. Das kommt häufiger vor als viele denken und gehört oft ganz normal zum Abklärungsprozess.
Diagnose-Zweitmeinung (Wann und wie hole ich eine zweite Meinung ein?)
DiagnoseEine Diagnose-Zweitmeinung ist die Einschätzung einer zweiten, unabhängigen Fachperson zu einer bereits gestellten Diagnose. In Deutschland dürfen Eltern jederzeit eine andere Ärztin oder einen anderen Arzt um Rat fragen.
Diagnosemitteilung ans Kind
DiagnoseWenn ein Kind eine Diagnose bekommt, stellt sich schnell die Frage: Sagen wir es ihm? Und falls ja, wie? Die Diagnosemitteilung ans Kind bedeutet, dem Kind altersgerecht zu erklären, was Fachleute über seine Entwicklung oder sein Wohlbefinden herausgefunden haben.
Diagnosevermittlung an Schule und Kita
DiagnoseOb und wie Eltern eine Kita oder Schule über die Diagnose ihres Kindes informieren: Rechte, Datenschutz, Vorteile wie Nachteilsausgleich und der praktische Weg ins Gespräch.
Odyssee bis zur Diagnose
EsststörungenAls Odyssee bis zur Diagnose bezeichnen viele Familien den langen Weg über mehrere Anlaufstellen, Wartezeiten und Fehldeutungen, bis feststeht, was ihr Kind hat. Der Beitrag zeigt, warum das bei seelischen Themen häufig passiert und wie Eltern den Prozess ordnen.
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS, ICD F43.1) ist eine anhaltende psychische Reaktion nach einem oder mehreren stark bedrohlichen Ereignissen. Kinder erleben das Trauma ungewollt wieder, meiden Erinnerungen und sind ständig angespannt.
Schule informieren oder nicht? (Schweigepflicht und Offenheit abwägen)
FamilieOb Eltern die Schule über eine psychische Diagnose ihres Kindes informieren, ist ihre freie Entscheidung. Eine Meldepflicht gibt es nicht, wohl aber Gründe für und gegen eine Offenlegung.
Störungen sozialer Funktionen im Kindesalter
diagnoseUnter dem Schlüssel F94 fasst die ICD-10 Störungen zusammen, bei denen das soziale Verhalten eines Kindes verändert ist: selektiver Mutismus, reaktive Bindungsstörung und Bindungsstörung mit Enthemmung.