Schlagwort

ADHS

28 Begriffe

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung)

ADHS

ADHS ist eine neurobiologisch bedingte Störung der Selbststeuerung mit Unaufmerksamkeit, innerer Unruhe und Impulsivität. Sie beginnt im Kindesalter, ist gut behandelbar und kein Ergebnis falscher Erziehung.

ADHS Aufmerksamkeit Hyperaktivität +3

ADHS und Geschwisterdynamik

ADHS

ADHS eines Kindes verändert auch die Geschwisterbeziehungen. Konflikte, geteilte Aufmerksamkeit und Fairness-Fragen belasten Geschwisterkinder oft besonders.

ADHS Geschwister Familienalltag +2

Dreht auf

ADHS

„Dreht auf" beschreibt, wenn ein Kind plötzlich überdreht, laut und kaum bremsbar wird, oft abends oder nach zu vielen Reizen. Dahinter steckt ein überlastetes Nervensystem, das nicht mehr herunterfährt.

Übererregung aufdrehen ADHS +3

Elterntraining (Parent Training)

ADHS

Ein Elterntraining ist ein strukturiertes Programm, das Eltern konkrete Strategien für den Umgang mit schwierigem Verhalten ihres Kindes vermittelt, besonders bei ADHS und Verhaltensauffälligkeiten.

Elterntraining ADHS Verhaltenstherapie +2

Emotionsregulation

Esststörungen

Emotionsregulation ist die Fähigkeit, Gefühle wahrzunehmen, zu benennen und ihre Stärke und Dauer zu steuern. Kinder lernen sie über Jahre, am Anfang mit Hilfe der Eltern.

Emotionsregulation ADHS Co-Regulation +3

Flippt aus / Rastet aus

ADHS

Wenn ein Kind „ausflippt" oder „ausrastet", verliert es plötzlich die Kontrolle über heftige Gefühle. Dahinter steckt oft ein überlastetes Nervensystem, häufig im Zusammenhang mit ADHS.

ADHS Wutausbruch Impulskontrolle +3

Gespür für Ungerechtigkeiten

ADHS

Manche Kinder, oft mit ADHS oder hoher Sensibilität, reagieren sehr stark auf Ungerechtigkeit. Dahinter stehen Gefühlsstärke, geringe Impulskontrolle und ein feiner Sinn für Fairness.

ADHS Gerechtigkeitssinn Impulskontrolle +3

Grenzen testen

ADHS

Grenzen testen heißt, dass ein Kind prüft, ob eine Regel wirklich gilt und ob die Eltern bei ihrer Ansage bleiben. Das gehört zur normalen Entwicklung und hilft dem Kind, Sicherheit und Orientierung zu finden.

Grenzen setzen Autonomiephase ADHS +3

Hausaufgaben-Konflikt bei ADHS

ADHS

Der Hausaufgaben-Konflikt bei ADHS beschreibt die täglichen Auseinandersetzungen am Schreibtisch, die entstehen, weil das Gehirn Ihres Kindes Planen, Starten und Dranbleiben schwerer steuert. Das ist keine Frage von Faulheit oder mangelnder Erziehung.

ADHS Hausaufgaben exekutive Funktionen +3

Hyperaktiv

ADHS

Hyperaktivität beschreibt einen starken Bewegungsdrang, der sich in fast unkontrollierter motorischer Unruhe zeigt. Nicht jedes lebhafte Kind ist hyperaktiv im klinischen Sinn.

Hyperaktivität ADHS Bewegungsdrang +2

Hyperkinetische Störungen (Hyperkinetic Disorders)

ADHS

„Hyperkinetische Störungen" ist der offizielle Name, den das Diagnosesystem ICD-10 für das gibt, was im Alltag ADHS heißt. Gemeint ist dieselbe Sache: eine Störung von Aufmerksamkeit, Aktivität und Impulskontrolle.

ADHS hyperkinetische Störung ICD-10 +3

Hält sich nicht an Regeln

ADHS

Ein Elternsatz für Kinder, die Abmachungen und Grenzen immer wieder überschreiten. Oft steckt kein Trotz dahinter, sondern eine Schwäche in Impulskontrolle und Selbststeuerung, wie sie bei ADHS häufig vorkommt.

ADHS Impulsivität Regeln +2

Impulskontrolle

ADHS

Impulskontrolle ist die Fähigkeit, einen spontanen Impuls kurz zu stoppen, bevor man handelt. Sie gehört zu den exekutiven Funktionen, reift bis ins junge Erwachsenenalter und ist bei ADHS oft beeinträchtigt.

Impulskontrolle exekutive Funktionen ADHS +2

Lernstrategien bei ADHS

ADHS

Lernstrategien bei ADHS sind konkrete Alltagshelfer, die Kindern und Jugendlichen mit ADHS das Lernen erleichtern. Statt mehr Disziplin zu fordern, passen sie das Lernen daran an, wie das Gehirn tatsächlich arbeitet.

ADHS Lernen Lernstrategien +7

Medikamenten-Ambivalenz (bei ADHS-Behandlung)

ADHS

Medikamenten-Ambivalenz bei ADHS bedeutet: Eltern oder Betroffene selbst sind hin- und hergerissen. Sie sehen einerseits, dass ein Medikament helfen könnte, haben aber zugleich Bedenken, Ängste oder ein ungutes Bauchgefühl. Beides zusammen ist normal und verständlich.

ADHS Medikamente Ritalin +7

Medikamentenentscheidung (Wie Eltern zur Medikation stehen)

ADHS

Viele Eltern stehen bei ADHS vor der Frage, ob ihr Kind ein Medikament wie Methylphenidat bekommen soll. Dieser Beitrag ordnet Nutzen, Nebenwirkungen und verbreitete Ängste sachlich ein und zeigt, wie eine gemeinsame Entscheidung aussehen kann.

ADHS Medikamente Methylphenidat +2

Medikamentenpause (Ferien vom Ritalin)

ADHS

Eine Medikamentenpause (englisch „drug holiday") ist eine bewusst geplante, ärztlich begleitete Auszeit von ADHS-Stimulanzien wie Methylphenidat, etwa an Wochenenden oder in den Ferien. Sie darf nie eigenmächtig, sondern nur in Absprache mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt erfolgen.

ADHS Medikamentenpause Methylphenidat +3

Multimodale Therapie

ADHS

Multimodale Therapie bei ADHS heißt: Mehrere aufeinander abgestimmte Bausteine wirken zusammen. Dazu gehören Aufklärung, Elterntraining, Verhaltenstherapie, schulische Unterstützung und bei Bedarf Medikamente.

ADHS multimodale Therapie Behandlung +2

Nachtaktivität / Nachtunruhe (ADHS)

ADHS

Viele Kinder mit ADHS kommen abends schwer zur Ruhe, brauchen lange zum Einschlafen oder wachen nachts oft auf. Dahinter steckt meist eine gestörte Schlaf-Wach-Regulation, keine Absicht.

ADHS Schlaf Nachtunruhe +3

Nachteiligkeitsausgleich (Schule)

Familie

Ein Nachteilsausgleich ist eine offizielle schulische Anpassung für Kinder, denen das Lernen aus besonderen Gründen schwerer fällt, etwa durch eine Lese-Rechtschreib-Schwäche oder eine Angststörung. Auch eine chronische Erkrankung kann ein Grund sein. Die Lerninhalte bleiben gleich. Angepasst werden die Bedingungen: mehr Zeit bei Prüfungen, ein anderes Prüfungsformat oder ein ruhigerer Raum.

Nachteilsausgleich Schule Schulangst +7

Nicht zur Ruhe kommen

ADHS

Elternbegriff für ein Kind, das abends oder nach aufregenden Tagen schwer abschaltet: Der Körper ist müde, der Kopf läuft weiter. Oft bei innerer Unruhe, Reizoffenheit oder ADHS.

innere Unruhe Einschlafen ADHS +3

Reizoffenheit (Hypersensitivität)

ADHS

Reizoffenheit (Hypersensitivität) bedeutet, dass manche Kinder mit ADHS Sinneseindrücke deutlich intensiver wahrnehmen als andere, etwa laute Geräusche oder das Etikett im T-Shirt. Das Kind strengt das enorm an. Oft spürt die ganze Familie die Folgen im Alltag.

ADHS Reizoffenheit Hypersensitivität +5

Reizüberflutung

ADHS

Reizüberflutung bedeutet: Das Gehirn muss zu viele Eindrücke auf einmal verarbeiten und kommt irgendwann nicht mehr hinterher. Bei Kindern mit ADHS passiert das schneller und heftiger, denn ihr Gehirn filtert Reize weniger gut.

ADHS Reizüberflutung Selbstregulation +5

Schulbegleitung (Integrationshilfe)

Familie

Eine Schulbegleitung, auch Integrationshilfe genannt, ist eine Person, die ein Kind mit besonderem Unterstützungsbedarf im Schulalltag begleitet. Sie hilft dem Kind, am Unterricht teilzuhaben, wenn es das alleine noch nicht schafft.

Schulbegleitung Integrationshilfe Eingliederungshilfe +10

Schulkooperation bei ADHS (Zusammenarbeit mit Lehrkräften gestalten)

ADHS

Schulkooperation bei ADHS meint die abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrkräften und Schule, damit ein Kind mit ADHS im Unterricht die passende Unterstützung bekommt. Sie umfasst Gespräche, klare Absprachen und den Nachteilsausgleich.

ADHS Schule Nachteilsausgleich +3

Stimming (Selbststimulation)

ADHS

Stimming (Selbststimulation) meint sich wiederholende Bewegungen, Geräusche oder Sinnesreize, mit denen sich vor allem autistische Kinder und Kinder mit ADHS selbst regulieren. Meist ist es sinnvoll und beruhigend. Es ist kein Tick, den man abgewöhnen muss.

Stimming Selbststimulation Autismus +3

Wahrnehmungsstörung

ADHS

Eine Wahrnehmungsstörung bedeutet, dass ein Kind Sinnesreize wie Sehen, Hören oder Berührung anders verarbeitet als erwartet. Der Begriff beschreibt Schwierigkeiten beim Aufnehmen, Ordnen und Verknüpfen von Reizen. Eine eigene Diagnose ist er nicht.

Wahrnehmungsstörung Reizverarbeitung sensorische Integration +3

Zappelig

ADHS

"Zappelig" beschreibt ein Kind, das kaum still hält, viel in Bewegung ist und einen starken Bewegungsdrang zeigt. Es ist ein Alltagswort, keine Diagnose.

zappelig Bewegungsdrang motorische Unruhe +3