Magersucht
14 Begriffe
Anorexia Nervosa (Magersucht)
EsststörungenAnorexia nervosa ist der medizinische Fachbegriff für die Essstörung, die im Alltag Magersucht heißt. Kennzeichnend sind selbst herbeigeführtes Untergewicht, große Angst vor Gewichtszunahme und eine verzerrte Wahrnehmung des eigenen Körpers.
Diszipliniert
Esststörungen"Sehr diszipliniert" klingt nach einer Stärke. Bei einer Essstörung kann dahinter ein starres Kontrollverhalten rund um Essen, Gewicht und Körper stehen, das keine Ausnahme mehr zulässt.
Essstörung (Eating Disorder)
EsststörungenEine Essstörung ist eine psychische Erkrankung, bei der das Essen und der eigene Körper das Denken beherrschen. Zu den häufigsten Formen zählen Magersucht, Bulimie und die Binge-Eating-Störung.
Essstörung und Pubertät (Zusammenhang aus Elternsicht)
EssstörungenEssstörungen beginnen oft in der Pubertät, wenn Körper, Autonomie und Identität in Bewegung geraten. Dieser Beitrag hilft Eltern, normale Essphasen von echten Warnzeichen zu unterscheiden.
FPT (Fokale Psychodynamische Therapie)
TherapieFPT ist die Abkürzung für Fokale Psychodynamische Therapie, ein Psychotherapieverfahren, das vor allem bei erwachsenen Frauen mit Magersucht eingesetzt wird.
Familienbasierte Therapie (FBT) / Maudsley Approach
EsststörungenDie familienbasierte Therapie (FBT), auch Maudsley-Ansatz genannt, ist eine ambulante Familientherapie bei Essstörungen im Jugendalter. Die Eltern übernehmen dabei eine aktive Rolle bei der Wiederernährung ihres Kindes.
Fokale Psychodynamische Therapie (FPT)
TherapieDie Fokale Psychodynamische Therapie (FPT) ist eine zeitlich begrenzte Gesprächstherapie für Erwachsene mit Magersucht. Sie arbeitet an den seelischen Themen hinter dem Hungern und wurde in der deutschen ANTOP-Studie untersucht.
Gewichtsmonitoring (Elternrolle)
EssstörungenGewichtsmonitoring ist das regelmäßige Erfassen des Gewichts als Teil der Essstörungs-Behandlung. Die Deutung gehört zum Behandlungsteam, während Eltern Mahlzeiten und Beziehung stützen.
Gewichtswiederzunahme begleiten (Elternrolle in der Refeedingphase)
EssstörungenRefeeding ist die kontrollierte Wiederernährung nach dem Hungern bei Magersucht. Eltern geben Struktur bei den Mahlzeiten, die Steigerung der Nahrung gehört wegen des Refeeding-Syndroms in ärztliche Hand.
Kontrolle (über Essen/Körper)
EsststörungenBei Essstörungen wird das Steuern von Essen, Gewicht und Körper zu einem Weg, sich sicher zu fühlen. Für Eltern hilft es zu verstehen, warum das Loslassen dem Kind so schwerfällt.
Krankheit nicht einsehen (Krankheitsuneinsichtigkeit)
EsststörungenWenn ein Kind mit Essstörung, Psychose oder schwerer psychischer Erkrankung sich selbst nicht als krank erlebt, ist das meist Teil der Erkrankung (Anosognosie) und kein Trotz. Eltern erfahren hier, wie sie trotzdem Zugang und Behandlung erreichen.
Magersucht (Anorexia Nervosa)
EsststörungenMagersucht (Anorexia nervosa) ist eine ernste Essstörung mit starker Angst vor Gewichtszunahme und gefährlichem Untergewicht. So erkennen und begleiten Eltern ihr Kind.
Mahlzeiten-Eskalation vermeiden (Deeskalation am Tisch)
EssstörungenDeeskalation am Tisch heißt: Konflikte ums Essen bei einer Essstörung ruhig und mit klarer Struktur führen, statt in Machtkämpfe zu geraten. Der Beitrag zeigt Eltern konkrete Strategien für angespannte Mahlzeiten.
Willensstark
EsststörungenWenn Eltern ihr Kind mit Magersucht als besonders „willensstark" und diszipliniert erleben, steckt oft die Erkrankung selbst dahinter. Eiserne Kontrolle über Essen und Körper kann ein frühes Warnzeichen sein.