Fachbegriffe auf G
12 Begriffe
Generalisierte Angststörung
diagnoseBei der Generalisierten Angststörung (F41.1) sorgen sich Kinder anhaltend und übertrieben über viele Lebensbereiche. Oft zeigt sich das zuerst körperlich, etwa durch Bauchweh, Unruhe und Schlafprobleme.
Geschwisterkind
FamilieEin Geschwisterkind ist ein Kind, das mit mindestens einem Bruder oder einer Schwester aufwächst. Das kann leiblich sein, adoptiert oder als Stief- oder Pflegekind. Diese Familienrolle bringt für alle Beteiligten Chancen mit sich, aber auch Herausforderungen.
Geschwisterkind-Burnout
FamilieGeschwisterkind-Burnout beschreibt eine anhaltende emotionale Erschöpfung bei Kindern, die dauerhaft zu viel Rücksicht nehmen müssen. Das passiert zum Beispiel, wenn ein Geschwisterkind besondere Bedürfnisse hat oder die elterliche Aufmerksamkeit über lange Zeit ungleich verteilt ist.
Geschwisterkind-Erklärung (Wie erkläre ich die Erkrankung dem gesunden Geschwisterkind?)
FamilieWie Eltern einem gesunden Geschwisterkind altersgerecht und ehrlich erklären, was mit dem kranken Bruder oder der kranken Schwester los ist, mit konkreten Formulierungen nach Alter.
Geschwisterkind-Parentifizierung
FamilieVon Geschwisterkind-Parentifizierung spricht man, wenn ein gesundes Kind zu früh elternähnliche Verantwortung für sein krankes Geschwister oder die ganze Familie übernimmt. Es funktioniert dann wie ein kleiner Erwachsener und stellt eigene Bedürfnisse hinten an.
Geschwisterkind-Schutzreflex
FamilieDer Geschwisterkind-Schutzreflex beschreibt, wie ein gesundes Kind fast automatisch die Beschützerrolle für sein krankes Geschwister übernimmt: Es nimmt Rücksicht, verzichtet auf eigene Wünsche und passt auf.
Geschwisterkind-Vernachlässigungsgefühl
FamilieDas gesunde Geschwister eines kranken Kindes fühlt sich übersehen, weil ein Großteil der elterlichen Zeit beim erkrankten Kind liegt. Manche Familien nennen es das Schattenkind.
Geschwisterrivalität unter Belastung
FamilieGeschwisterrivalität unter Belastung beschreibt anhaltende, heftige Konflikte und Eifersucht zwischen Geschwistern, die weit über normalen Alltagsstreit hinausgehen und das Familienleben spürbar belasten. Viele Eltern haben dann das Gefühl, keinem Kind mehr gerecht zu werden, und erschöpfen sich im ständigen Vermitteln.
Gespür für Ungerechtigkeiten
ADHSManche Kinder, oft mit ADHS oder hoher Sensibilität, reagieren sehr stark auf Ungerechtigkeit. Dahinter stehen Gefühlsstärke, geringe Impulskontrolle und ein feiner Sinn für Fairness.
Gewichtsmonitoring (Elternrolle)
EssstörungenGewichtsmonitoring ist das regelmäßige Erfassen des Gewichts als Teil der Essstörungs-Behandlung. Die Deutung gehört zum Behandlungsteam, während Eltern Mahlzeiten und Beziehung stützen.
Gewichtswiederzunahme begleiten (Elternrolle in der Refeedingphase)
EssstörungenRefeeding ist die kontrollierte Wiederernährung nach dem Hungern bei Magersucht. Eltern geben Struktur bei den Mahlzeiten, die Steigerung der Nahrung gehört wegen des Refeeding-Syndroms in ärztliche Hand.
Grenzen testen
ADHSGrenzen testen heißt, dass ein Kind prüft, ob eine Regel wirklich gilt und ob die Eltern bei ihrer Ansage bleiben. Das gehört zur normalen Entwicklung und hilft dem Kind, Sicherheit und Orientierung zu finden.