Fachbegriffe auf S

25 Begriffe

Sackgasse

Burnout

„In der Sackgasse" ist das Gefühl, keinen Ausweg mehr zu sehen: nichts hilft, die Kraft fehlt, für morgen fällt kein Grund zur Hoffnung ein. Ein häufiger Zustand bei Dauerbelastung, aus dem Wege herausführen.

Sackgasse Ausweglosigkeit Burnout +3

Scham (Elternscham)

Familie

Elternscham ist das schmerzhafte Gefühl, als Mutter oder Vater „nicht gut genug" zu sein. Ausgelöst wird sie oft durch Vergleiche, kritische Blicke oder eigene hohe Ansprüche. Sie unterscheidet sich von Schuld und kann Eltern im Alltag stark belasten.

Scham Elternscham Selbstwert +7

Schlafentzug als Dauerbelastung

Burnout

Schlafentzug als Dauerbelastung beschreibt den Zustand, wenn anhaltender Schlafmangel, zum Beispiel durch nächtliche Kinderbetreuung, Körper und Psyche so stark belastet, dass er zu einem zentralen Treiber von Erschöpfung und Burnout wird.

Symptom-Burnout Alltag Erschöpfung +2

Schlechtes Gewissen

Burnout

Das anhaltende Gefühl vieler Eltern, dem eigenen Kind nicht genug gerecht zu werden oder an dessen Erkrankung schuld zu sein. Meist ist es stärker als die tatsächliche Verantwortung.

schlechtes Gewissen Elternschuld Schuldgefühle +3

Schub (bei Essstörung)

Esststörungen

Ein Schub ist eine vorübergehende Verschlechterung der Symptome nach einer stabileren Phase. Er gehört zum wellenförmigen Verlauf psychischer Erkrankungen und bedeutet keinen verlorenen Fortschritt.

Schub Essstörung Rückfall +2

Schulangst

Familie

Schulangst bedeutet, dass ein Kind echte körperliche Angst vor der Schule oder dem erlebt, was dort passiert. Mit Faulheit oder schlechtem Willen hat das nichts zu tun. Der Körper schlägt Alarm, obwohl keine direkte Gefahr besteht.

Schulangst Schulvermeidung Leistungsangst +7

Schulbegleitung (Integrationshilfe)

Familie

Eine Schulbegleitung, auch Integrationshilfe genannt, ist eine Person, die ein Kind mit besonderem Unterstützungsbedarf im Schulalltag begleitet. Sie hilft dem Kind, am Unterricht teilzuhaben, wenn es das alleine noch nicht schafft.

Schulbegleitung Integrationshilfe Eingliederungshilfe +10

Schuldgefühle (Elternperspektive)

Burnout

Schuldgefühle sind das belastende Empfinden, als Mutter oder Vater nicht gut genug zu sein oder etwas falsch gemacht zu haben. Bei Eltern-Burnout verstärken sie die Erschöpfung zusätzlich. Am stärksten melden sie sich oft genau dann, wenn die Kräfte am geringsten sind.

Schuldgefühle Eltern-Burnout schlechtes Gewissen +6

Schule informieren oder nicht? (Schweigepflicht und Offenheit abwägen)

Familie

Ob Eltern die Schule über eine psychische Diagnose ihres Kindes informieren, ist ihre freie Entscheidung. Eine Meldepflicht gibt es nicht, wohl aber Gründe für und gegen eine Offenlegung.

Schule Datenschutz Diagnose +2

Schulkooperation bei ADHS (Zusammenarbeit mit Lehrkräften gestalten)

ADHS

Schulkooperation bei ADHS meint die abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrkräften und Schule, damit ein Kind mit ADHS im Unterricht die passende Unterstützung bekommt. Sie umfasst Gespräche, klare Absprachen und den Nachteilsausgleich.

ADHS Schule Nachteilsausgleich +3

Schulleistungsangst (Elternperspektive)

Familie

Schulleistungsangst ist eine ausgeprägte Angst vor schulischem Versagen, die im entscheidenden Moment das Denken blockiert. Eltern erfahren hier, woran sie sie erkennen und wie sie ihr Kind entlasten.

Schulleistungsangst Prüfungsangst Schule +2

Schulverweigerung

Familie

Schulverweigerung bedeutet, dass ein Kind über längere Zeit nicht zur Schule geht. Dahinter können Angst, Überforderung oder Protest stecken. Eltern haben dabei nichts falsch gemacht. Das Verhalten zeigt, dass das Kind Hilfe braucht und die Ursache gefunden werden muss.

Schulverweigerung Schulvermeidung Schulangst +6

Selbstfürsorge (Self-Care)

Burnout

Selbstfürsorge heißt, die eigenen Bedürfnisse nach Ruhe, Schlaf und Kontakt ernst zu nehmen. Für Eltern unter Dauerbelastung ist sie die Grundlage, um über Monate und Jahre belastbar zu bleiben.

Selbstfürsorge Self-Care Eltern +2

Selbstmitgefühl (Self-Compassion)

Burnout

Selbstmitgefühl (englisch self-compassion) beschreibt, sich selbst in schweren Momenten so freundlich zu begegnen wie einem guten Freund. Für Eltern unter Dauerbelastung ist es eine erlernbare Haltung gegen Selbstkritik und Schuldgefühle.

Selbstmitgefühl Self-Compassion Kristin Neff +3

Selbstwirksamkeitserwartung

Die Selbstwirksamkeitserwartung ist die innere Überzeugung, schwierige Situationen aus eigener Kraft bewältigen zu können. Sie stärkt Kinder wie erschöpfte Eltern.

Selbstwirksamkeit Resilienz Schutzfaktoren +2

Self-Care (Selbstfürsorge)

Burnout

Siehe Selbstfürsorge

Self-Compassion (Selbstmitgefühl)

Burnout

Siehe Selbstmitgefühl

Somatic Practices / Somatische Ansätze

Therapie

Somatische Ansätze (somatic practices) regulieren seelische Anspannung über den Körper: über Körperwahrnehmung, Atmung, Bewegung und Erdung. Sie können eine Therapie begleiten, ersetzen sie aber nicht.

somatische ansätze körperorientiert selbstregulation +2

Soziale Isolation

Burnout

Soziale Isolation ist ein messbarer Mangel an sozialen Kontakten. Bei Eltern kranker Kinder entsteht sie oft schleichend und belastet über die Zeit Körper und Psyche.

Soziale Isolation Einsamkeit Eltern +2

State of vital exhaustion (Zustand vitaler Erschöpfung)

Burnout

Beschreibung für Burnout im ICD-10. (Teil von ICD-10: Z73.0)

Stimming (Selbststimulation)

ADHS

Stimming (Selbststimulation) meint sich wiederholende Bewegungen, Geräusche oder Sinnesreize, mit denen sich vor allem autistische Kinder und Kinder mit ADHS selbst regulieren. Meist ist es sinnvoll und beruhigend. Es ist kein Tick, den man abgewöhnen muss.

Stimming Selbststimulation Autismus +3

Stress

Esststörungen

Stress ist die körperliche Alarmreaktion auf Belastung. Kurzer Stress ist harmlos, anhaltender belastet Schlaf, Konzentration und Gesundheit von Kindern.

Stress Kinder chronischer Stress +3

Stresstoleranz

Burnout

Stresstoleranz ist die Fähigkeit, Belastung auszuhalten, ohne dass Körper und Psyche überlasten. Bei Dauerstress sinkt sie und lässt sich durch Erholung, Ressourcen und Ruhe fürs Nervensystem wieder stärken.

Stresstoleranz Burnout Resilienz +3

Störungen sozialer Funktionen im Kindesalter

diagnose

Unter dem Schlüssel F94 fasst die ICD-10 Störungen zusammen, bei denen das soziale Verhalten eines Kindes verändert ist: selektiver Mutismus, reaktive Bindungsstörung und Bindungsstörung mit Enthemmung.

F94 selektiver Mutismus Bindungsstörung +2

Systemische Therapie

Therapie

Systemische Therapie versteht die Probleme eines Kindes im Zusammenhang mit seinen Beziehungen und bezieht die Familie aktiv ein. Seit 2024 ist sie auch für Kinder und Jugendliche eine Kassenleistung.

Systemische Therapie Familientherapie Psychotherapie +2