Fachbegriffe auf E
23 Begriffe
Eating Disorder (Essstörung)
EsststörungenOberbegriff für psychische Störungen, die durch ein gestörtes Essverhalten und eine übermäßige Beschäftigung mit Essen, Gewicht und Figur gekennzeichnet sind
Einsamkeit
BurnoutEinsamkeit ist das belastende Gefühl fehlender Nähe und fehlenden Verständnisses. Eltern eines belasteten Kindes trifft es oft, wenn Sorge und Termine den Alltag füllen und die eigenen Kontakte einschlafen.
Elterliche Daueralarmbereitschaft (Hypervigilanz im Alltag)
BurnoutHypervigilanz ist eine dauerhafte Alarmbereitschaft des Nervensystems. Bei Eltern belasteter Kinder bleibt der Körper in Anspannung, selbst wenn gerade nichts passiert.
Elterliche Hochstimmung nach Entspannung
BurnoutElterliche Hochstimmung nach Entspannung ist ein kurzes Aufflackern von Energie und Lebensfreude, das manche erschöpfte Eltern nach einer Auszeit erleben. Bei einem Burnout verblasst dieses Hoch schnell wieder, weil die Erschöpfung tiefer sitzt, als ein freies Wochenende ausgleichen kann.
Elterliche Identitätskrise (Wer bin ich noch außerhalb der Pflege?)
BurnoutWenn das Leben ganz um die Sorge für ein krankes oder belastetes Kind kreist, verschwinden eigene Rollen, Interessen und das Gefühl fürs eigene Ich. Diese schleichende Selbstauflösung ist eine verständliche Reaktion auf Dauerbelastung.
Elterliche Schonfrist-Falle
BurnoutDie elterliche Schonfrist-Falle beschreibt das Muster, sich immer wieder kurze Verschnaufpausen zu gönnen, etwa ein freies Wochenende oder einen ruhigen Abend, in der Hoffnung, danach wieder zu funktionieren. Bei echtem Eltern-Burnout reichen solche kleinen Erholungsinseln aber nicht mehr aus, um die tiefe Erschöpfung zu beheben. Die Pause fühlt sich gut an. Das eigentliche Problem bleibt trotzdem, wie es war.
Elterliche Trauer um das gesunde Kind
FamilieViele Eltern chronisch kranker oder beeinträchtigter Kinder trauern um das gesunde Kind und die Zukunft, die sie sich vorgestellt hatten. Diese stille Trauer ist verbreitet und darf sein.
Elterliches Monitoring (Zwischen Fürsorge und Kontrolle)
BurnoutElterliches Monitoring meint das aufmerksame Beobachten des Kindes: Essen, Stimmung, Symptome. Bei kranken oder gefährdeten Kindern ist das sinnvoll, kann aber in belastende Dauerkontrolle kippen.
Elterntraining (Parent Training)
ADHSEin Elterntraining ist ein strukturiertes Programm, das Eltern konkrete Strategien für den Umgang mit schwierigem Verhalten ihres Kindes vermittelt, besonders bei ADHS und Verhaltensauffälligkeiten.
Emotionale Störungen im Kindesalter
diagnoseEmotionale Störungen des Kindesalters (ICD-10 F93) sind eine Gruppe kindlicher Ängste wie Trennungsangst, die stärker ausfallen als entwicklungsübliche Ängste und den Alltag des Kindes einschränken.
Emotionsregulation
EsststörungenEmotionsregulation ist die Fähigkeit, Gefühle wahrzunehmen, zu benennen und ihre Stärke und Dauer zu steuern. Kinder lernen sie über Jahre, am Anfang mit Hilfe der Eltern.
Entlastung
EsststörungenEntlastung bedeutet, dass Sie als Elternteil Aufgaben abgeben und feste Zeitfenster gewinnen, in denen andere zuständig sind. Dafür gibt es praktische Angebote und gesetzliche Leistungen.
Erschöpfte Partnerschaft
BurnoutErschöpfte Partnerschaft beschreibt den Zustand, in dem beide Elternteile so ausgelaugt sind, dass die Beziehung selbst unter der Dauerlast des Familienalltags leidet. Die Liebe ist meist noch da. Es fehlt schlicht die Kraft für sie.
Erschöpfung (Fatigue)
BurnoutElterliche Erschöpfung meint einen anhaltenden Zustand körperlicher, seelischer und geistiger Leere durch die Dauerbelastung der Elternrolle. Sie geht über normale Müdigkeit hinaus und bessert sich nicht durch eine einzelne Nacht Schlaf.
Erster Verdachtsmoment (Elternperspektive)
DiagnoseDer erste Verdachtsmoment ist der Augenblick, in dem Eltern zum ersten Mal spüren, dass mit ihrem Kind etwas nicht stimmt. Dieser Beitrag zeigt typische Auslöser, das Schwanken zwischen Sorge und Verharmlosen und erste Schritte.
Ess-Brech-Sucht (Bulimia Nervosa)
EsststörungenSiehe Bulimia Nervosa
Essenssituation am Tisch
EssstörungenDie Essenssituation am Tisch umfasst alles, was rund um gemeinsame Mahlzeiten passiert: die Atmosphäre, die Rituale, die Konflikte und die unausgesprochenen Regeln, die das Essen im Familienalltag prägen. Hat ein Kind ein schwieriges Verhältnis zum Essen, wird der Tisch schnell zum täglichen Stressfeld.
Essensverweigerung (ohne Diagnose)
EssstörungenEssensverweigerung beschreibt das beharrliche Ablehnen von Mahlzeiten oder bestimmten Lebensmitteln durch ein Kind. Eine ärztliche oder psychologische Diagnose muss dafür nicht vorliegen. Die Ursachen sind unterschiedlich, und für viele Familien wird das tägliche Essen dadurch zur Belastung.
Essstörung (Eating Disorder)
EsststörungenEine Essstörung ist eine psychische Erkrankung, bei der das Essen und der eigene Körper das Denken beherrschen. Zu den häufigsten Formen zählen Magersucht, Bulimie und die Binge-Eating-Störung.
Essstörung im Verborgenen (Heimlichkeit)
EssstörungenHeimliches Essen bedeutet, dass ein Kind sein Essverhalten vor anderen verbirgt. Es versteckt Vorräte im Zimmer, isst allein hinter verschlossener Tür oder behauptet, schon gegessen zu haben. Dahinter steckt oft ein schwieriges Verhältnis zu Essen, Scham oder Kontrolle.
Essstörung und Pubertät (Zusammenhang aus Elternsicht)
EssstörungenEssstörungen beginnen oft in der Pubertät, wenn Körper, Autonomie und Identität in Bewegung geraten. Dieser Beitrag hilft Eltern, normale Essphasen von echten Warnzeichen zu unterscheiden.
Essstörung und soziale Medien (Elternperspektive)
EssstörungenWie hängen Instagram, TikTok und Co. mit Körperbild und Essstörungen bei Jugendlichen zusammen? Der Forschungsstand für Eltern, ruhig eingeordnet, mit konkreten Schritten für den Alltag.
Expositionstherapie
TherapieDie Expositionstherapie (Konfrontationstherapie) ist ein Baustein der Verhaltenstherapie: Das Kind nähert sich Schritt für Schritt den Situationen, die Angst machen, statt ihnen weiter auszuweichen. Sie gilt als wirksame Methode bei Ängsten und Zwängen.