Fachbegriffe auf D
15 Begriffe
DBT (Dialektisch-Behaviorale Therapie)
EsststörungenSiehe Dialektisch-Behaviorale Therapie
DSM-5 (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, 5th Edition)
Klassifikationssystem für psychische Störungen, herausgegeben von der American Psychiatric Association
Depressive Episode
diagnoseEine depressive Episode ist ein Zeitraum von mindestens zwei Wochen mit gedrückter Stimmung, Antriebs- und Interessenverlust. Bei Kindern und Jugendlichen zeigt sie sich oft anders als bei Erwachsenen, etwa durch Reizbarkeit, Rückzug oder körperliche Beschwerden.
Diagnose-Entlastung (Wenn eine Diagnose Erleichterung bringt)
DiagnoseViele Eltern spüren Erleichterung, wenn die Beschwerden ihres Kindes endlich einen Namen bekommen. Diese Diagnose-Entlastung ist eine häufige und gesunde Reaktion, die auch ambivalent sein darf.
Diagnose-Schock
DiagnoseEin Diagnose-Schock ist die heftige erste Reaktion von Eltern, wenn ihr Kind eine schwere oder unerwartete Diagnose bekommt. Diese Reaktion ist normal. Sie braucht Zeit, bis sie sich legt.
Diagnose-Trauerarbeit (Der lange Weg zur Akzeptanz)
DiagnoseNach der Diagnose eines Kindes trauern viele Eltern um Erwartungen und Vorstellungen, die sie loslassen müssen. Diese Trauer gehört zur Verarbeitung und darf da sein.
Diagnose-Uneinigkeit (Wenn Elternteile unterschiedlich auf die Diagnose reagieren)
DiagnoseDiagnose-Uneinigkeit beschreibt den Zustand, in dem zwei Elternteile dieselbe Diagnose ihres Kindes verschieden schnell und verschieden tief akzeptieren. Das belastet die Partnerschaft und erschwert eine gemeinsame Linie fürs Kind.
Diagnose-Unklarheit
DiagnoseDiagnose-Unklarheit beschreibt die Situation, wenn Eltern oder Fachleute noch nicht genau wissen, welche Diagnose zu einem Kind oder Jugendlichen passt, oder ob überhaupt eine gestellt werden sollte. Das kommt häufiger vor als viele denken und gehört oft ganz normal zum Abklärungsprozess.
Diagnose-Zweitmeinung (Wann und wie hole ich eine zweite Meinung ein?)
DiagnoseEine Diagnose-Zweitmeinung ist die Einschätzung einer zweiten, unabhängigen Fachperson zu einer bereits gestellten Diagnose. In Deutschland dürfen Eltern jederzeit eine andere Ärztin oder einen anderen Arzt um Rat fragen.
Diagnosemitteilung ans Kind
DiagnoseWenn ein Kind eine Diagnose bekommt, stellt sich schnell die Frage: Sagen wir es ihm? Und falls ja, wie? Die Diagnosemitteilung ans Kind bedeutet, dem Kind altersgerecht zu erklären, was Fachleute über seine Entwicklung oder sein Wohlbefinden herausgefunden haben.
Diagnosevermittlung an Schule und Kita
DiagnoseOb und wie Eltern eine Kita oder Schule über die Diagnose ihres Kindes informieren: Rechte, Datenschutz, Vorteile wie Nachteilsausgleich und der praktische Weg ins Gespräch.
Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT)
EsststörungenTherapieform, die Elemente der KVT mit Achtsamkeit und dialektischen Strategien kombiniert; ursprünglich für Borderline-Störungen entwickelt, auch bei Essstörungen und Emotionsregulationsproblemen eingesetzt
Diszipliniert
Esststörungen"Sehr diszipliniert" klingt nach einer Stärke. Bei einer Essstörung kann dahinter ein starres Kontrollverhalten rund um Essen, Gewicht und Körper stehen, das keine Ausnahme mehr zulässt.
Doppelbelastung
FamilieDoppelbelastung heißt: Beruf und Familie fordern gleichzeitig volle Kraft. Die beiden Bereiche verstärken sich gegenseitig, und viele Eltern geraten damit an ihre Grenzen.
Dreht auf
ADHS„Dreht auf" beschreibt, wenn ein Kind plötzlich überdreht, laut und kaum bremsbar wird, oft abends oder nach zu vielen Reizen. Dahinter steckt ein überlastetes Nervensystem, das nicht mehr herunterfährt.