Essstörung
25 Begriffe
Anorexia Nervosa (Magersucht)
EsststörungenAnorexia nervosa ist der medizinische Fachbegriff für die Essstörung, die im Alltag Magersucht heißt. Kennzeichnend sind selbst herbeigeführtes Untergewicht, große Angst vor Gewichtszunahme und eine verzerrte Wahrnehmung des eigenen Körpers.
Binge-Eating-Störung
EsststörungenDie Binge-Eating-Störung ist eine Essstörung mit wiederkehrenden Essanfällen, bei denen Betroffene große Mengen essen und die Kontrolle verlieren. Anders als bei der Bulimie folgen keine Gegenmaßnahmen wie Erbrechen.
Bulimia Nervosa (Ess-Brech-Sucht)
EsststörungenBulimia nervosa (Bulimie, Ess-Brech-Sucht) ist eine Essstörung mit wiederkehrenden Essanfällen und anschließendem Gegensteuern, meist durch Erbrechen. Das Gewicht ist oft normal, deshalb bleibt sie lange unbemerkt.
Diszipliniert
Esststörungen"Sehr diszipliniert" klingt nach einer Stärke. Bei einer Essstörung kann dahinter ein starres Kontrollverhalten rund um Essen, Gewicht und Körper stehen, das keine Ausnahme mehr zulässt.
Essstörung (Eating Disorder)
EsststörungenEine Essstörung ist eine psychische Erkrankung, bei der das Essen und der eigene Körper das Denken beherrschen. Zu den häufigsten Formen zählen Magersucht, Bulimie und die Binge-Eating-Störung.
Essstörung im Verborgenen (Heimlichkeit)
EssstörungenHeimliches Essen bedeutet, dass ein Kind sein Essverhalten vor anderen verbirgt. Es versteckt Vorräte im Zimmer, isst allein hinter verschlossener Tür oder behauptet, schon gegessen zu haben. Dahinter steckt oft ein schwieriges Verhältnis zu Essen, Scham oder Kontrolle.
Essstörung und Pubertät (Zusammenhang aus Elternsicht)
EssstörungenEssstörungen beginnen oft in der Pubertät, wenn Körper, Autonomie und Identität in Bewegung geraten. Dieser Beitrag hilft Eltern, normale Essphasen von echten Warnzeichen zu unterscheiden.
Essstörung und soziale Medien (Elternperspektive)
EssstörungenWie hängen Instagram, TikTok und Co. mit Körperbild und Essstörungen bei Jugendlichen zusammen? Der Forschungsstand für Eltern, ruhig eingeordnet, mit konkreten Schritten für den Alltag.
FPT (Fokale Psychodynamische Therapie)
TherapieFPT ist die Abkürzung für Fokale Psychodynamische Therapie, ein Psychotherapieverfahren, das vor allem bei erwachsenen Frauen mit Magersucht eingesetzt wird.
Familienbasierte Therapie (FBT) / Maudsley Approach
EsststörungenDie familienbasierte Therapie (FBT), auch Maudsley-Ansatz genannt, ist eine ambulante Familientherapie bei Essstörungen im Jugendalter. Die Eltern übernehmen dabei eine aktive Rolle bei der Wiederernährung ihres Kindes.
Gewichtsmonitoring (Elternrolle)
EssstörungenGewichtsmonitoring ist das regelmäßige Erfassen des Gewichts als Teil der Essstörungs-Behandlung. Die Deutung gehört zum Behandlungsteam, während Eltern Mahlzeiten und Beziehung stützen.
Kontrolle (über Essen/Körper)
EsststörungenBei Essstörungen wird das Steuern von Essen, Gewicht und Körper zu einem Weg, sich sicher zu fühlen. Für Eltern hilft es zu verstehen, warum das Loslassen dem Kind so schwerfällt.
Kontrolliertes Essen beobachten (Elternrolle bei Mahlzeiten)
EssstörungenManche Kinder kontrollieren beim Essen sehr genau, was auf den Teller kommt, wie viel sie essen oder ob sie überhaupt essen. Eltern, die das am Tisch aufmerksam wahrnehmen, können frühe Hinweise auf eine Essstörung erkennen, ohne sofort einzugreifen oder Druck zu machen.
Krisenplan (Familienebene)
TherapieEin Krisenplan auf Familienebene ist eine gemeinsam erarbeitete, schriftliche Vereinbarung. Sie legt fest, was jedes Familienmitglied tut, wenn es einem Kind oder Jugendlichen plötzlich deutlich schlechter geht. In so einem Moment muss dann niemand allein überlegen, wer was übernimmt.
Körperbild-Gespräch
EssstörungenEin Körperbild-Gespräch ist ein einfühlsames Gespräch zwischen Eltern und Kind darüber, wie das Kind oder der Jugendliche den eigenen Körper wahrnimmt und was er dabei fühlt. Die Eltern hören dabei zu, ohne zu korrigieren oder zu vergleichen.
Leistungsfähiger mit weniger Gewicht
EsststörungenDer Glaube, mit weniger Gewicht mehr zu leisten, ist im Sport verbreitet und bei Essstörungen gefährlich. Kurzfristig kann ein Hoch entstehen, mittelfristig schadet der Energiemangel Muskeln, Knochen, Herz, Zyklus und Konzentration.
Licht am Ende des Tunnels
EsststörungenRedewendung für die Hoffnung am Ende einer langen Krankheitsphase. Bei Essstörungen ist Genesung häufig, verläuft aber selten geradlinig und braucht meist Jahre.
Mahlzeiten-Angst der Eltern (Wenn der Tisch zum Angstraum wird)
EssstörungenFür Eltern eines Kindes mit Essstörung werden gemeinsame Mahlzeiten oft zur täglichen Belastung. Der Beitrag erklärt, warum der Tisch zum Angstraum wird und wie sich Mahlzeiten ruhiger und ohne Machtkampf gestalten lassen.
Mahlzeiten-Eskalation vermeiden (Deeskalation am Tisch)
EssstörungenDeeskalation am Tisch heißt: Konflikte ums Essen bei einer Essstörung ruhig und mit klarer Struktur führen, statt in Machtkämpfe zu geraten. Der Beitrag zeigt Eltern konkrete Strategien für angespannte Mahlzeiten.
Odyssee bis zur Diagnose
EsststörungenAls Odyssee bis zur Diagnose bezeichnen viele Familien den langen Weg über mehrere Anlaufstellen, Wartezeiten und Fehldeutungen, bis feststeht, was ihr Kind hat. Der Beitrag zeigt, warum das bei seelischen Themen häufig passiert und wie Eltern den Prozess ordnen.
Pica
EsststörungenPica ist eine Essstörung, bei der ein Kind wiederholt nicht-essbare Dinge wie Erde, Kreide oder Papier isst. Dieser Beitrag erklärt Eltern Anzeichen, Ursachen und wann Hilfe nötig ist.
Rumination Disorder (Rumination)
EsststörungenBei der Ruminationsstörung würgt ein Kind schon geschluckte Nahrung immer wieder mühelos hoch, kaut sie erneut und schluckt sie herunter oder spuckt sie aus, ohne dass eine körperliche Erkrankung dahintersteckt.
Rückfall (Elternperspektive)
EssstörungenEin Rückfall bei einer Essstörung bedeutet, dass Symptome nach einer Phase der Besserung wieder auftauchen. Ihr Kind isst zum Beispiel wieder weniger, oder alte Essanfälle kehren zurück. Für Eltern ist das ein erschöpfender, oft auch erschreckender Moment. Die bisherigen Fortschritte gehen dadurch aber nicht verloren.
Schub (bei Essstörung)
EsststörungenEin Schub ist eine vorübergehende Verschlechterung der Symptome nach einer stabileren Phase. Er gehört zum wellenförmigen Verlauf psychischer Erkrankungen und bedeutet keinen verlorenen Fortschritt.
Trigger
EsststörungenEin Trigger ist ein Reiz, der bei einem Kind eine starke, oft überschießende Reaktion oder ein Symptom auslöst. Eltern können solche Auslöser erkennen und begleiten, ohne das Kind vor jedem Reiz abzuschirmen.