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Essstörung

25 Begriffe

Anorexia Nervosa (Magersucht)

Esststörungen

Anorexia nervosa ist der medizinische Fachbegriff für die Essstörung, die im Alltag Magersucht heißt. Kennzeichnend sind selbst herbeigeführtes Untergewicht, große Angst vor Gewichtszunahme und eine verzerrte Wahrnehmung des eigenen Körpers.

Anorexia nervosa Magersucht Essstörung +3

Binge-Eating-Störung

Esststörungen

Die Binge-Eating-Störung ist eine Essstörung mit wiederkehrenden Essanfällen, bei denen Betroffene große Mengen essen und die Kontrolle verlieren. Anders als bei der Bulimie folgen keine Gegenmaßnahmen wie Erbrechen.

Binge-Eating-Störung Essstörung Essanfälle +3

Bulimia Nervosa (Ess-Brech-Sucht)

Esststörungen

Bulimia nervosa (Bulimie, Ess-Brech-Sucht) ist eine Essstörung mit wiederkehrenden Essanfällen und anschließendem Gegensteuern, meist durch Erbrechen. Das Gewicht ist oft normal, deshalb bleibt sie lange unbemerkt.

Bulimie Essstörung Ess-Brech-Sucht +2

Diszipliniert

Esststörungen

"Sehr diszipliniert" klingt nach einer Stärke. Bei einer Essstörung kann dahinter ein starres Kontrollverhalten rund um Essen, Gewicht und Körper stehen, das keine Ausnahme mehr zulässt.

Essstörung Kontrollverhalten Magersucht +2

Essstörung (Eating Disorder)

Esststörungen

Eine Essstörung ist eine psychische Erkrankung, bei der das Essen und der eigene Körper das Denken beherrschen. Zu den häufigsten Formen zählen Magersucht, Bulimie und die Binge-Eating-Störung.

Essstörung Magersucht Bulimie +3

Essstörung im Verborgenen (Heimlichkeit)

Essstörungen

Heimliches Essen bedeutet, dass ein Kind sein Essverhalten vor anderen verbirgt. Es versteckt Vorräte im Zimmer, isst allein hinter verschlossener Tür oder behauptet, schon gegessen zu haben. Dahinter steckt oft ein schwieriges Verhältnis zu Essen, Scham oder Kontrolle.

Heimliches Essen Essstörung Scham +6

Essstörung und Pubertät (Zusammenhang aus Elternsicht)

Essstörungen

Essstörungen beginnen oft in der Pubertät, wenn Körper, Autonomie und Identität in Bewegung geraten. Dieser Beitrag hilft Eltern, normale Essphasen von echten Warnzeichen zu unterscheiden.

Essstörung Pubertät Warnzeichen +3

Essstörung und soziale Medien (Elternperspektive)

Essstörungen

Wie hängen Instagram, TikTok und Co. mit Körperbild und Essstörungen bei Jugendlichen zusammen? Der Forschungsstand für Eltern, ruhig eingeordnet, mit konkreten Schritten für den Alltag.

Essstörung soziale Medien Körperbild +3

FPT (Fokale Psychodynamische Therapie)

Therapie

FPT ist die Abkürzung für Fokale Psychodynamische Therapie, ein Psychotherapieverfahren, das vor allem bei erwachsenen Frauen mit Magersucht eingesetzt wird.

FPT Fokale Psychodynamische Therapie Magersucht +2

Familienbasierte Therapie (FBT) / Maudsley Approach

Esststörungen

Die familienbasierte Therapie (FBT), auch Maudsley-Ansatz genannt, ist eine ambulante Familientherapie bei Essstörungen im Jugendalter. Die Eltern übernehmen dabei eine aktive Rolle bei der Wiederernährung ihres Kindes.

FBT Maudsley Familientherapie +3

Gewichtsmonitoring (Elternrolle)

Essstörungen

Gewichtsmonitoring ist das regelmäßige Erfassen des Gewichts als Teil der Essstörungs-Behandlung. Die Deutung gehört zum Behandlungsteam, während Eltern Mahlzeiten und Beziehung stützen.

Essstörung Gewicht Wiegen +3

Kontrolle (über Essen/Körper)

Esststörungen

Bei Essstörungen wird das Steuern von Essen, Gewicht und Körper zu einem Weg, sich sicher zu fühlen. Für Eltern hilft es zu verstehen, warum das Loslassen dem Kind so schwerfällt.

Kontrolle Essstörung Magersucht +3

Kontrolliertes Essen beobachten (Elternrolle bei Mahlzeiten)

Essstörungen

Manche Kinder kontrollieren beim Essen sehr genau, was auf den Teller kommt, wie viel sie essen oder ob sie überhaupt essen. Eltern, die das am Tisch aufmerksam wahrnehmen, können frühe Hinweise auf eine Essstörung erkennen, ohne sofort einzugreifen oder Druck zu machen.

Essstörung Mahlzeiten Kontrolle +5

Krisenplan (Familienebene)

Therapie

Ein Krisenplan auf Familienebene ist eine gemeinsam erarbeitete, schriftliche Vereinbarung. Sie legt fest, was jedes Familienmitglied tut, wenn es einem Kind oder Jugendlichen plötzlich deutlich schlechter geht. In so einem Moment muss dann niemand allein überlegen, wer was übernimmt.

Krisenplan Familie Krise +8

Körperbild-Gespräch

Essstörungen

Ein Körperbild-Gespräch ist ein einfühlsames Gespräch zwischen Eltern und Kind darüber, wie das Kind oder der Jugendliche den eigenen Körper wahrnimmt und was er dabei fühlt. Die Eltern hören dabei zu, ohne zu korrigieren oder zu vergleichen.

Körperbild Körperwahrnehmung Essstörung +6

Leistungsfähiger mit weniger Gewicht

Esststörungen

Der Glaube, mit weniger Gewicht mehr zu leisten, ist im Sport verbreitet und bei Essstörungen gefährlich. Kurzfristig kann ein Hoch entstehen, mittelfristig schadet der Energiemangel Muskeln, Knochen, Herz, Zyklus und Konzentration.

Essstörung Leistungssport RED-S +3

Licht am Ende des Tunnels

Esststörungen

Redewendung für die Hoffnung am Ende einer langen Krankheitsphase. Bei Essstörungen ist Genesung häufig, verläuft aber selten geradlinig und braucht meist Jahre.

Hoffnung Genesung Essstörung +3

Mahlzeiten-Angst der Eltern (Wenn der Tisch zum Angstraum wird)

Essstörungen

Für Eltern eines Kindes mit Essstörung werden gemeinsame Mahlzeiten oft zur täglichen Belastung. Der Beitrag erklärt, warum der Tisch zum Angstraum wird und wie sich Mahlzeiten ruhiger und ohne Machtkampf gestalten lassen.

Essstörung Mahlzeiten Eltern +2

Mahlzeiten-Eskalation vermeiden (Deeskalation am Tisch)

Essstörungen

Deeskalation am Tisch heißt: Konflikte ums Essen bei einer Essstörung ruhig und mit klarer Struktur führen, statt in Machtkämpfe zu geraten. Der Beitrag zeigt Eltern konkrete Strategien für angespannte Mahlzeiten.

Essstörung Mahlzeiten Deeskalation +3

Odyssee bis zur Diagnose

Esststörungen

Als Odyssee bis zur Diagnose bezeichnen viele Familien den langen Weg über mehrere Anlaufstellen, Wartezeiten und Fehldeutungen, bis feststeht, was ihr Kind hat. Der Beitrag zeigt, warum das bei seelischen Themen häufig passiert und wie Eltern den Prozess ordnen.

Diagnose Wartezeit Anlaufstellen +3

Pica

Esststörungen

Pica ist eine Essstörung, bei der ein Kind wiederholt nicht-essbare Dinge wie Erde, Kreide oder Papier isst. Dieser Beitrag erklärt Eltern Anzeichen, Ursachen und wann Hilfe nötig ist.

Pica Essstörung Kinder +2

Rumination Disorder (Rumination)

Esststörungen

Bei der Ruminationsstörung würgt ein Kind schon geschluckte Nahrung immer wieder mühelos hoch, kaut sie erneut und schluckt sie herunter oder spuckt sie aus, ohne dass eine körperliche Erkrankung dahintersteckt.

Ruminationsstörung Rumination Fütterstörung +3

Rückfall (Elternperspektive)

Essstörungen

Ein Rückfall bei einer Essstörung bedeutet, dass Symptome nach einer Phase der Besserung wieder auftauchen. Ihr Kind isst zum Beispiel wieder weniger, oder alte Essanfälle kehren zurück. Für Eltern ist das ein erschöpfender, oft auch erschreckender Moment. Die bisherigen Fortschritte gehen dadurch aber nicht verloren.

Rückfall Essstörung Eltern +6

Schub (bei Essstörung)

Esststörungen

Ein Schub ist eine vorübergehende Verschlechterung der Symptome nach einer stabileren Phase. Er gehört zum wellenförmigen Verlauf psychischer Erkrankungen und bedeutet keinen verlorenen Fortschritt.

Schub Essstörung Rückfall +2

Trigger

Esststörungen

Ein Trigger ist ein Reiz, der bei einem Kind eine starke, oft überschießende Reaktion oder ein Symptom auslöst. Eltern können solche Auslöser erkennen und begleiten, ohne das Kind vor jedem Reiz abzuschirmen.

Trigger Auslöser Trauma +3